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Noch Fragen?

Was steckt historisch gesehen hinter Bruderschaften und Verbindungen? Haben sie ursprünglich ein christliches Motiv?

Frage Nummer 26019
Antworten (7)
Das heisst "BURSCHENschaft", Brüderchen.....

Das steckt dahinter.

Und wohl eher nicht - obwohl die "Religion" an sich damals wohl noch eine größere Rolle spielte..
@Alex64: Wenn man von Bruderschaften spricht, heißt es nicht Burschenschaften ;-)
Die meisten Bruderschaften haben sich tatsächlich zumeist unter konfessionellen, christlichen Bedingungen gegründet, in denen oft die Organisation der Ritterorden kopiert wurde, die sich untereinander als "Brüder" ansprachen. Es gibt jedoch auch weltliche B., die teilweise bis heute Bestand haben. Die Steinmetze (z.B.) waren aufgrund ihrer Tätigkeit (Kirchenbau, Großbauwerke) gezwungen, umher zu ziehen und daher den in Zünften organisierten Handwerkern gegenüber benachteiligt. In ihrer B. konnten sie (ähnlich heutiger überregionaler Gewerkschaften) auch in kleinen Gruppen stärker auftreten. Wer einem Steinmetz sein Recht verweigerte, bekam es mit allen zu tun. Weiterhin bis in die heutige Zeit überdauert haben auch die Schützenbruderschaften und die Freimaurer. Ebenso gibt es noch eine Vielzahl von kirchlichen Bruderschaften, von denen die Rosenkranzler und Apostelbrüder bekannt sein dürften.
da hier nach einer Gruppe im Zusammenhang mit "Verbindungen" gefragt wird, handelt es sich m-E. ziemlich eindeutig um "Burschenschaften", denn diese beiden Begriffe hängen eng zusammen.
Es gibt zwar auch "Bruderschaften", die haben aber eher nichts mit Verbindungen zu tun.
Diese Verbindungen hatten eher einen wirtschaftlichen Grund: Handwerker bildeten sie, um in der Gruppe besser gegen andereHandwerker bestehen zu können. Mitglieder wurden bevorzugt behandelt und bekamen Aufträge und Wohnung. Das Prinzip "Alle für Einen" nahm hier seinen Anfang.
Das wiederum nennt sich weder Bruderschaft noch Verbindung sondern Zunft.
Historisch gesehen entstand die Brüderschaft oder auch Fraternität innerhalb einer Gemeinschaft von Männern, die gemeinsame Interessen verfolgten. Im Mittelalter dienten sie meist wohltätigen Zwecken und waren ein "Nachfolgemodell von Ordensbrüderschaften. Später entstanden dann auch die weiblichen Schwesternschaften.
Ein Teil davon sicher. Und wenn man statt christlich das Wörtchen "religiös" setzt, trifft das sicher auf alle zu, denn zu jeder Gruppierung gehören Ideen oder Ideale. Teilweise leiten sich diese Gruppen von bestimmten Ritterorden oder Mönchsorden her oder berufen sich auf diese.