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Gast

Wegerecht bei einem Haus Bj 1864

Hallo
Wir wohnen im Dorf am Ende einer Sackgasse. Die Straße, die unmmittelbar an unserem Haus vorbei führt, endet am Anfang unseres Hofes. Die Straße gehört der Stadt und an beiden Seiten liegen jeweils die Grundstücke von mir und meinem Nachbarn. Das Haus sowie die betreffende Straße gibt es .achgewiesen seit 1864. Seit nun mehr 10 Jahren gibt es hier Probleme, da das Nachbargrundstück etwa 3 qm in die Straße (die der Stadt gehört) hineinragt. So ist es nicht möglich, mit einem Pkw die Straße entlangzufahren, ohne dass man etwa 1 qm des Nachbargrundstücks überfährt. Eine andere Zufahrt gibt es nicht . Alle Versuche, den Grund zu kaufen oder zu tauschen oder die Grundstücke zu verschieben wurden vom Nachbarn abgelehnt. Das Vermessungsamt war in 10 Jahren 8 mal vor Ort , selbst der Bürgermeister war persönlich hier, aber auch hier gab es seitens des Nachbarn keine Einigung. Die Straße ist auch NICHT für den öffentlichen Verkehr gesperrt und auch nicht als Sackgasse oder Privatstraße, also per Schild am Anfang ausgewiesen oder gar auf dem Amt eingetragen. Mein Nachbar bez. die ganze Familie ist weithin und ebenso bei der Stadt bekannt, da sie eine eigene Sicht auf das Leben haben. Ich durfte seit 10 Jahren unter Auflagen über sein Grundstück fahren. Diese Auflagen werden je nach Gemütszustand mal mehr mal weniger durchgesetzt. Nun bin ich selbst Rentner und habe Zeit, das Problem zu lösen. Die Straße wurde seit Bestehen der Häuser öffentlich genutzt. Unser Haus besteht seit 1890 und ist kein Hinterhaus. Gibt es eine Möglichkeit, ein Wegerecht zu erhalten und wie sind die ersten Schritte.

Vielen Dank für eure Antworten
Frage Nummer 3000125237
Antworten (4)
Eigentlich kannst Du Dich nur so lange bei der Stadt beschweren, bis die Stadt Druck auf den Nachbarn ausübt. Gibt es keinen Bürgerverein, keinen Stadtrat oder eine Zeitung?
Hallo Hefe

Natürlich gibt es das alles bei uns . Das Ganze ist recht Kompliziert. Seit Jahrzehnten versucht das Vermessungsamt im Sinne der Flurbereinigung alle Grundstücke anzupassen . Dies ist , wie jeder Betroffene weiß , keine leichte Aufgabe. Hier geht es NICHT um Geld . Geld interessiert hier niemanden . Der Grund ist wichtig. Viele Grundstücke werden seit Generationen vererbt . Im Sinne einer guten Nachbarschaft werden dann einzelne Teile untereinander getauscht , dies aber nicht auf dem Amt vermerkt. Jetzt gibt es zb. Erben die kein Interesse am Landleben haben und ihr Eigentum dann verkaufen im guten Glauben das alles so ist wie es schon immer war. Bei der Aufarbeitung wird dann festgestellt das dies oder das eben nicht so ist . Plötzlich sind Teile des Grundstückes weg oder eben wieder da . Dadurch entstehen viele Probleme gerade im Wegerecht.

Aber zurück zum eigentlichen Thema.
Bei der Flurbereinigung wird dann um jeden Zentimeter gekämpft . Im vorliegenden Fall hat die Stadt die fehlenden 3 qm ersetzt durch Grund der Stadt , Wie das im Detail vor sich ging weiß ich nicht das war vor meiner Zeit. Im Laufe der Zeit hat sich durch bauliche Veränderungen die ursprüngliche Straße etwas verändert bez. verschmälert. Das liegt nun ca 40 Jahre zurück.

Unser Grundstück fängt direkt an der Straße und steigt dann auf einer Breite von 8 Meter ca 4 Meter an . Dort liegt dann unser Wohnhaus . Grunsätzlich ist eine Verbreiterung der Straße möglich , wenn ich hierzu Bauarbeiten ausführen würde. Nun befindet sich im Boden der Ab und Zulauf von Wasser sowie der Strom. Da dies Privatgrund ist müßte ich die Neuverlegung selbst zahlen. Hierzu müßte dann auch der Restgrund zum Haus hin abgestützt werden da sonst das Haus wandert . Zusätzlich müßten noch einige Straßenlaternen und Telefonmasten versetzt werden Diese befinden sich ebenfalls auf unserem Grund . Da gab es eine Vereinbarung mit der Stadt die ebenfalls Jahrzehnte zurück liegt .

Bis da eine Einigung gefunden wird wer was zahlt und der Bauantrag durch ist bin ich noch älter und noch grauer als jetzt. Die Kosten für Vermessungen , Statiker etc sind wie jeder weiß enorm hoch. Bis dahin wurde aber noch kein Handschlag an Bauarbeiten getan , die dann ebenfalls ihr Geld Kosten. Ich werde sicherlich keine Zehntausende Euro ausgeben wegen 3 qm. Da muß eine Andere Lösung her . Nur welche , das ist die Frage. Ein Wegerecht wäre das Einfachste aber da spielt der Nachbar nicht mit. Ich möchte die ganze Sache auch nicht vor Gericht ziehen denn ab dann wird die Nachbarschaft zerüttet sein.
Ist das Verhältnis mit DIESEM Nachbarn nicht schon längst zerrüttet?
QuasiModrig: Sie erwähnten, dass das Nachbargrundstück sich auf städtischem Grund befindet. Das ist nicht Ihr Problem, sondern das der Gemeinde. Deshalb verstehe ich das Zögern der Gemeinde nicht. Normalerweise tauscht eine Gemeinde dann keine Fläche, egal wie schwierig die Nachbarn sind. Vielleicht sollten Sie doch die Öffentlichkeit in Ihrer Gemeinde zu informieren.