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Noch Fragen?

Weiß jemand, wie Filmproduktionsfirmen die "Rollennamen" aussuchen? Z.B. im TV beim Tatort ("Schenk" / "Ballauf") oder bei Filmen? Blättern die in Telefonbüchern und tippen mit dem Finger irgendwo drauf, oder gibt es dafür irgendwelche Richtlinien?

Frage Nummer 45346
Antworten (4)
Rollennamen werden nicht von den Produktionsfirmen ausgesucht, sondern von den Autoren, die die Figuren erfinden. Und die haben sicher alle ihre ganz eigenen Gründe, warum sie eine Figur nennen, wie sie sie nennen.
Was ist der Hintergrund dieser Frage...? Abgekürzt: WARUM.
Rollennamen erfindet der Autor des Drehbuchs: Es ist zum Beispiel sinnvoll für schlichtere Zuschauer, einen anständigen Mann der Gegenwart mit "Peter Ritter" zu betiteln oder eine Frau mit "Helene Wittchen", wenn sie an die Märchenfigur Schneewittchen erinnert. Der Zuschauer assoziiert damit eine mythische Vorgabe des Charakters.
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Beim "Tatort", der eine Serie ist, kommt es anders: Hier legt die Fernseh-Redaktion die Figuren nach Auswahl des Schauspielers fest. "Ballauf" ist ein im Volk verwurzelter, sportlicher Typ, der nicht verlieren kann. "Schenk" kann von Mundschenk abgeleitet werden, er will in der Regel, dass es allen gut geht. Das "Nichtverlieren-Können" und "Wollen, dass-es-allen-gutgeht" ist Hauptmotiv der Figuren, mit dem sie ihre Fälle lösen.
Weibliche Schauspieler bekommen meist Frauennamen. Etwa Helena oder Britta, wenn es um Nonnen oder Ärztinnen geht. Männer heissen immer Horst, Hans und Stefan.