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Noch Fragen?

Welche Bibelstellen haben Euch beeindruckt? Ich bin nicht großartig religiös, finde aber immer wieder Passagen die mich umhauen.

Frage Nummer 21501
Antworten (9)
im Neuen Testament die Geschichte von Jesus und der Ehebrecherin: "Wer von Euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!"
"Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser." (1. Mose 1,2).
Das ist so finster und gleichzeitig zu hoffnungsvoll. Die totale Abwesenheit von Leben (und ALLEM) und dann ist da der schaffende Geist als einzelne Kraft. Das ist unheimlich und ängstigend und tröstlich zugleich. Das ist eigentlich auch die einzige Form Gottes, an die ich wirklich zu jeder Zeit glauben kann; der Geist (Gottes) als schöpferische Kraft, die IST. Und: Jaja, klingt alles so banal. Aber wenn immer ich das lese oder höre jagt es mir tiefe Ehrfurcht ein. Ist so.
Also meine Lieblingsstelle ist der Psalm 121. "Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, woher kommt mir Hilfe, meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat." - ich denke, so war's. Den Spruch hab ich mir auch zur Konfirmation ausgesucht.
Bei unserer Hochzeit hatten wir einen besonders schönen Spruch: "Liebe erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles und hält allem stand." Ist aus dem Ersten Korintherbrief. Auch, wenn ich nicht gläubig bin, ist mir dieser Spruch sehr wichtig. Und vor allem: Er stimmt!
"Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht", denn diese Stelle appelliert an den schöpferischen Gestaltungswillen des Menschen, dem wir unsere Zivilisation verdanken.
Weniger der Text an sich, als die Auslegung durch einen Pfarrer in Südafrika:

Jesus läuft im See Genezareth auf dem Wasser. Ein Jünger, der es ihm nachmachen will (Petrus? Paulus? Es ist schon zu lange her ...) scheitert.

Die Auslegung: Wenn Du übers Wasser laufen willst, mußt Du dich trauen, aus dem Boot herauszutreten.

Im Englischen wird der Ausdruck "s/he walks on water" auch im weltlichen Bereich oft verwendet, um auszudrücken, daß jemand über erstaunliche Fähigkeiten verfügt und ihm die großartigsten Dinge gelingen. Von daher ist diese Interpretation so stark, auch für Menschen, die dem christlichen Glauben nicht Wort für Wort folgen: Große Dinge zu erreichen ist zuallererst auch eine Sache des Vertrauens - in dich selbst, in Gott, was auch immer.
P.S. zu dem Thema Vertrauen:

Das erinnert auch ein wenig an Margot Käßmann: "Ich kann nicht tiefer fallen als in Gottes Hand." Der Glaube daran hat ihr eine große Kraft gegeben - sogar eine große moralische Kraft in einer Situation, wo sie gerade mit ihrer eigenen Verfehlung zurechtkommen mußte.
Verlaß dich auf den HERRN von ganzem Herzen und verlaß dich nicht auf deinen Verstand; sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen.
Sprüche 3, 5+6 (altes Testament)
nein nein *freundliches lächeln*