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Welche Erziehungstipps gibt es für pubertierende Mädchen? Ich habe mit meiner Tochter immer nur Streit.

Frage Nummer 21190
Antworten (5)
Mädchen und auch Jungen in der Pubertät sollte man möglichst "in Ruhe lassen". Sie sind dabei ihren eoigenen Weg zu finden und dies ist sehr wichtig für die weitere Entwicklung. Allerdings sollt man ein wachsames Auge auf sie haben und immer wieder signalisieren, dass man jederzeit für sie da ist.
Auf Grund der Hormonumstellung und allen anderen Entwicklungsabschnitten in der Pubertät, ist eben jene besonders für Mädchen nicht so einfach. Bei meiner Tochter habe ich, unabhängig von Ihrer Laune, versucht ihr aktuelles Problem oder ihre Sichtweise auf ein solches ERNST zu nehmen, egal wie trivial, albern oder sonst was es ist. Als sie verstanden hatte, dass ich sie ernst nehme und die Dinge aus ihrem Blickwinkel versuchte zu betrachten, haben wir uns gut verstanden. Und - nachsichtig sein bei Launen. Von "zu Tode betrübt" zu "übermütig heiter" können manchmal nur Minuten liegen...
Während der Pubertät kann man nicht erziehen. Da hilft es nur, an den Regeln festhalten bzw diese ans Alter anzupassen, sie dann aber auch gegen jedes GEschrei durchzusetzen und Standhaft zu bleiben.
Geduldig bleiben und dir sagen, dass sich der Streit gegen deine Rolle als Erziehender wendet, nicht gegen deine Person. Es ist völlig normal, dass nun Regeln infrage gestellt werden und vor allem um die Hoheit darüber, selbige aufzustellen und Entscheidungen zu treffen nach Kräften gerungen wird. Kennzeichnend für die Phase des Kindseins ist, dass die Eltern fast alles entscheiden. Als Erwachsener trägt man alle Verantwortung alleine. Die Pubertät ist die Altersphase des Umbruchs, in der man die elterliche Sorge in ihre Schranken verweist und sich das Recht heraus nimmt, selber zu entscheiden - auch gegen Widerstand. Das geht nicht ohne Konflikte ab, die aber für die Entwicklung wichtig sind. Stelle der Sichtweise deiner Tochter die deine selbstbewusst, aber mit offenem Ausgang argumentierend gegenüber und gib ihr so die Chance, sich an dir weiter zu entwickeln. Du bist Sparringpartner und Sprungbrett zugleich. Das ist hart, aber es geht vorüber.
es gibt da in jeder größeren stadt erziehungs- und familienberatungsstellen, die dir hier weiterhelfen können. online-ratschläge oder die super-nanny helfen da meist wenig. in den beratungsstellen kannst du mit sozialpädagogen und psychologen die situation wieder in den griff bekommen. generell: lass ihr etwas freiraum, sie lernt gerade, ihren eigenen weg zu gehen.