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Noch Fragen?

Welche Rechte und Möglichkeiten hat ein Arbeitnehmer in Sachen Umzugsurlaub?

Frage Nummer 23603
Antworten (6)
Rechte? Keine. Möglichkeiten? Ja. Der gesetzliche Urlaubsanspruch beträgt 20 Tage, der tarifliche dagegen 25 bis 30 Tage. Alles was darüber hinausgeht, ist als freiwillige Leistung des Arbeitgebers anzusehen.
Der Arbeitgeber ist gesetzlich verpflichtet, den Arbeitnehmer für die Zeit der Ummeldung beim Einwohnermeldeamt freizustellen - das sind aber nur Stunden und hilft nur ein wenig.
Alles andere ist wenn, dann tarifvertraglich geregelt. Bei der IG Metall z. B. gibt es (gab es zumindest - ich bin da nicht auf dem laufenden) zwei Tage Sonderurlaub für den Umzug.
In Betrieben ohne tarifliche Bindung ist so etwas freiwillige Leistung des Arbeitgebers - und die wird man in den seltensten Fällen bekommen, wenn man sie nicht direkt bei der Vertragsunterschrift vereinbart hat.
Wer innerhalb eines normalen Jobs die Wohnung wechselt, hat keinen Anspruch auf einen Sonderurlaub zum Umzug. Man muss die normalen Urlaubstage hierfür nehmen. Wer aber im Rahmen des Jobs versetzt wird und dafür eine neue Wohnung braucht, kann Sonderurlaub beantragen.
als meine Damals-noch-nicht-Frau zu mir zog, bekam sie ZWEI Tage Sonderurlaub, weil sie die Stadt bzw den Kreis wechselte. Wenn wir in der gleichen Stadt gewohnt hätten, hätte sie nur einen Tag bekommen.
bezahlten urlaub für einen umzug gibt es laut gesetz nur dann, wenn der umzug aus betrieblichen gründen notwendig ist, weil man z. b. versetzt wird. anders sieht es aus, wenn es tarifliche vereinbarungen oder betriebsvereinbarungen gibt. dort können sonderreglungen festgelegt sein. ansonsten hilft nur, den chef zu fragen ...
Prinzipiell garantiert das Gesetzbuch keinen Anspruch auf einen Urlaub für einen Umzug. Einzig und allein wenn der Umzug vom Betrieb selbst gewünscht wird, greift der § 616 BGB auch für einen Umzug. Geeigneter bei Umzugsabsichten ist es sicher, den Arbeitsvertrag sowie die Tarifvereinbarung oder die Betriebsvereinbarung zu Rate zu ziehen.