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Noch Fragen?

Welche Spezialwaagen hat ein Apotheker?

Benötige eine Emulsion nach Rezeptur des Hautarztes mit 0,6 g X- und 0,009g Y-Wirkstoff. Wie kann ein freier Apotheker 9 mg abwiegen? Mit meiner Küchenwaage oder auch Briefwaage ginge das nicht!
Frage Nummer 72325
Antworten (13)
Das Teil heisst Präzisionswaage und gibt es ab ca. 3000 Euro im Fachhandel, kann aber dann auch auf 1mg genau abgelesen werden. Bei Ebay gibt es ein paar günstigere Modelle, bleibt die Frage ob die was taugen.
für mich stellt sich viel eher die Frage: wie bekommt er das dosiert?
Wenn es im mg-Bereich angewendet wird, müsste er es doch in ng-Bereich portionieren können.
Das habe ich mich auch gefragt: es kann ja keine Messerspitze sein! Und auch keine Prise! Vielleicht kann es in flüssiger Form pipettiert werden.
Dann soll er halt ein bißchen mehr nehmen. Viel hilft viel ;-)
Hallo elfi: aus langjähriger Erfahrung muß ich dem widersprechen, daß viel auch viel hilft. Zumindest nicht bei getrocknetem Löwenzahn, Pils oder Caipirinha! *GG*
Er wird ja nicht 1 Gr herstellen, sondern 100 Gr. dann ist die kleinste Menge in dem Beispiel, die verwogen werden muss 0,9 Gr. Das kriegt er schon hin
@Skorti: die Rezeptur enthält nicht 9mg/g sondern 9mg absolut (jedenfalls nach Angabe des Fragestellers) und das ist durchaus nicht wirklich ungewöhnlich.
Jetzt genau:
X 0,6 g
Y 0,009 g
Hydrophile Basisemulsionsgrundlage NRF S 25 ad 30,0 g
Vielleicht liest es ein Apotheker. *g*
@Amos: Unterlassen Sie gefälligst diese Anspielungen auf meine Person! *ggg*
Glück auf.
Einfachste Erklärung. Er berechnet die Anteile und wiegt eine größere Menge ab. Anschließend werden die erforderlichen Gramm abgewogen (mit eben angesprochener Präzi-Waage) und fertig. Was mit dem Rest nicht benötigter Medikamente passiert - keine Ahnung...
Bem Zement bspw. hast du auch 45% Kiesanteil (keine Ahnung ob das stimmt), brauchst aber nur 500g. Dann machst du eben 2 Kilo Zement, rührst 45% von 2kg Kies rein und nimmst dir vom gesamten Zeug 500g ab. So könnte ihc mir das vorstellen.
Man nimmt solch eine Waage. Die Befüllung erfolgt per Pipette.
@Heraklit: die von Dir gezeigte Wagge nimmt er mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht.
Für Apotheken werden Präzisionswaagen (Genauigkeit 0,1g) bis hin zu Analysewaagen (Genauigkeit 0,1mg) genommen, die in der nicht definierten Umgebung eines Ladenlokals arbeiten.
Mikrowaagen, die noch einmal um bis zu 3 Größenordnungen genauer sind, dürften das Budget überschreiten und sind in der Apotheke nicht sinnvoll verwendbar, da sie kontrollierte Umgebungsbedingungen brauchen (Klugscheissmodus aus).
Mettler hat mal eine originelle Werbung gemacht: Wie stellt man das Gewicht eines Käpitäns fest? Man wiegt das Schiff einmal mit und einmal ohne Kapitän. Die Differenz ist das Gewicht des Kapitäns. Mag stimmen, aber solche Waagen sind sicher sehr teuer, für manchen mittelständischen Apotheker vielleicht zu teuer.
Mich wundert nur, dass bisher niemand auf die nächstliegernde Lösung gekommen ist: Einfach den Apotheker fragen!