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Noch Fragen?

Welchen Sinn macht es, einen Bausparvertrag zu verkaufen, wenn er zuteilungsreif ist?

Frage Nummer 26472
Antworten (4)
1. Bausparverträge per se sind imho völlig unsinnig.
2. Wenn er voll eingezahlt ist aber kein Kauf ansteht, so steigt der Sparanteil immer weiter und der Darlehensanteil sinkt. Du kannst dann einem Dritten deinen günstigen Zinssatz "verkaufen" und entgehst dem Risiko, am Ende gar kein Darlehen bekommen zu haben.
3. Hängt vom Tarif ab.
Der Käufer erspart sich die teils sehr lange Ansparphase und kann sofort das mit dem Bausparvertrag verbundene und meist zinsgünstige Bauspardarlehen in Anspruch nehmen. Ein Bausparvertrag ergänzt oft die Bankfinanzierung, da die Bausparkassen im Grundbuch auch nachrangige Grundschulden akzeptieren.
Wenn man selbst zu diesem Zeitpunkt keine Verwendung hat, hilft es möglicherweise jemand anderem, von diesem Bausparvertrag zu profitieren oder diesen als Sicherheit zu verwenden. Oder man möchte selbst das angesparte Geld für etwas anderes verwenden. Finanztechnisch kann das schon Sinn machen.
Das macht dann Sinn, wenn sich die Lebenssituation insoweit verändert hat, als man den Bausparvertrag zum Zeitpunkt der Zuteilungsreife gar nicht mehr braucht. Beispiel: Frau hat ihn ab Ausbildungsbeginn abgeschlossen, heiratet, Mann erbt Haus von Eltern, Vertrag unnötig. Dann kan man ihn über einen (seriösen!) Finanzdienstleister verkaufen oder auszahlen lassen.