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Noch Fragen?

Wer hat eigentlich die Leitfähigkeit von Wasser entdeckt und warum ist das so? Vielleicht gibt es hier ja einen (Hobby-) Physiker!?

Frage Nummer 20160
Antworten (5)
"Leitfähigkeit" kann vieles bedeuten. Es kommt darauf an, was geleitet wird, also Wärme, Elektrizität oder Schall.
Ich nehme mal an, du meinst die elektrische Leitfähigkeit.
Reines (destilliertes) Wasser ist kein besonders guter Leiter, weil kaum freie Ionen darin sind. Bei Mineralwasser sieht es schon besser aus und durch Zugabe von Salz oder Seife kann man die Leitfähigkeit drastisch erhöhen (Beispiel Salzwasser, da schwirren dann massenhaft Na+ und Cl- Ionen drin rum). Deswegen ist es auch keine gute Idee, den Föhn in die Badewanne zu werfen, wenn jemand drin sitzt.
Keine Ahnung, wer das entdeckt hat. Wir haben das halt so im Physikunterricht gelernt. Du nicht?
Das Wasser an sich leitfähig ist, ist ein weit verbreiteter Missglaube. Vielmehr sind die darin enthaltenen Mineralien leitfähig. Destilliertes Wasser verfügt nur über eine sehr geringe Konduktivität, also elektr. Leitfähigkeit. James Clerk Maxwell gilt als der moderne Begründer der Elektrodynamik.
Wasser leitet, weil es unter anderem Mineralien enthält, die elektrisch geladene Atome - Ionen - freisetzen. Deswegen dürfen auch Feuer im Elektrobereich nicht mit Wasser gelöscht werden. Destilliertes Wasser leitet keinen Strom, weil dem die Mineralien entzogen werden.
Wasser selbst ist eigentlich nicht leitfähig. Der entsprechende Entdecker hätte also einen Fehler gemacht. Leitfähig sind nur die im Wasser gelösten Mineralien, sofern sie metallischer Natur sind. Sind genug leitende Moleküle gelöst, kann die elektrische Ladung überspringen.
Und selbst elektrisch betrachtet ist Wasser leitfähig. Stichwort Eigendissoziation.