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Noch Fragen?

Wer ist Leistungsträger dieser Gesellschaft?

Früher dachte ich einmal, dass das diejenigen sind, die mit ihren Steuern und Sozialabgaben nicht nur sich, sondern auch andere finanzieren.
Vor einiger Zeit setzte sich die medienwirksame Meinung durch (der keiner zu widersprechen wagte), dass damit in erster Linie dienende Berufsgruppen wie Polizisten oder Pflegekräfte und Krankenschwestern gemeint sind.
Gestern schloss Herr Heil von der SPD auch teilzeitbeschäftigte Reinigungskräfte ein, die es schaffen, mehrere Jahre am Stück zu arbeiten.
Wer also ist für euch Leistungsträger dieser Gesellschaft?
Frage Nummer 3000114627
Antworten (30)
Stechus und ich.
Der Rest, wie Altenpfleger, Friseure, Kindergärtner, Putzmänner ist alles Gelump. Braucht kein Mensch und wenn ich mal klapprig werde, nehm ich die 45er.
Scheiße, die Totengräber kriegen ja auch nur Peanuts.
Die, die mit ihrer Arbeit, den Arbeitgebern ermöglichen ihre höheren Steuern und Sozialabgaben zu zahlen.

Oder um Wikipedia zu zitieren: "eine Person, die eine bestimmte Arbeitsleistung erbringt"

Das schließt den selbst mitarbeitenden Arbeitgeber, den Vorstandsvorsitzenden, den Manager mit ein.
Eine Person, die ihr Einkommen nur durch die Arbeit anderer erzielt, schließt das aus, auch wenn sie dafür Steuern bezahlt.
(Großaktionäre und Vermieter ... Duck)
Einen Moment war mir, als hätte ich in Rayers Beitrag eine Spur von Ironie wahrgenommen.
Doch dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Der Bursche hat recht!
@Skorti
Merke: Nicht jeder, der von seinem Arbeitgeber "beschäftigt" wird (ich liebe diesen Begriff unserer Gewerkschaften)
ist ein Leistungsträger.
Zwei Löwen sind aus dem Zirkus ausgebrochen. Da sie hungrieg sind, beschließem sie sich zu trennen um was Fressbares zu finden. Jeden Tag wollen sie sich wieder treffen. Während der eine Löwe immer weiter abmagert, ist der Andere aber immer wohl genährt. Der Magere traut sich aber nicht zu fragen.
Eines Tages kommt der Wohlgenährte mit schlimmen Blessuren zum Treffpunkt. Da fasst sich der völlig abgemagerte Löwe ein Herz und fragt doch einmalnach:
"Sag mal, ich finde niergendwo was anständiges zu Fressen und Du bist all die Tage immer wohlgenährter geworden. Heute kommst Du mit einem halb abgerissenen Ohr einem blauen Auge umnd am ganzen Körper mit Beulen und Schrammen übersäht? Sag mal, wo hast Du denn immer was zu Fressen gefunden, und warum bist Du heute so zugerichtet?"
"Tja", sagte der dicke, ramponierte Löwe, "ich hab da eine Firma gefunden. Die Direktoren, ich sage Dir, einer fetter als der Andere! Und zartes Fleisch sag ich Dir ,,, Das da Einer fehlt, scheint dort niemandem aufgefallen zu sein. Aber heute, da waren die alle auf einer internationalen Konferenz. Aber Hunger hatte ich natürlich trotzdem! Da habe ich halt eine Sekretärin gefressen. Aber das ist in der Firma sofort aufgefallen."
Manche Arbeitnehmer täuschen das Arbeiten nur vor, dass mag sein, aber in den meisten Fällen wird ein Arbeitnehmer, der nicht arbeitet, schnell zu einem Arbeitsuchenden.

Das Vortäuschen von Tätigkeit ist übrigens um so schwieriger, je weniger angesehen der Job ist. Man mag ja noch vortäuschen können, mit einer Akte länger zu brauchen, weil man gründlicher ist, aber täusche mal Arbeit am Fließband vor.

Klüngelst du beim Zeitungsaustragen oder Reinigen rum, musst du nur länger arbeiten und das ist dann meist dein eigenes Problem.
Dem Maler oder Bauarbeiter wird gesagt, wie lange er Zeit hat, die Wand zu streichen oder zu verputzen, die hat er einzuhalten.
Mal angenommen, man verdient sein Geld so, wie die Teilnehmer des Dschungelcamps: Also Follower bei Instagram sammeln und wenn man genug davon hat (ein Bekannter erzählte mir, dass man ab 5000 Followern Werbeangebote bekommet), Werbung für Kosmetik oder Klamotten machen.

Sind das für euch auch Leistungsträger?
ja, wenn sie damit ihren Lebensunterhalt bestreiten, Steuern zahlen. Für ihr Alter vorsorgen. Warum nicht. Wie willst du Leistung bewerten?
In meinen Augen erbringt auch jemand, der Teilzeit arbeitet, weil er Kinder versorgt, die Eltern pflegt, oder auch nur einfach körperlich eingeschränkt ist, auch eine respektable Leistung.
Wer allerdings, obwohl er könnte, nicht oder nur wenig arbeitet und im Alter auf einen imaginären Geldregen hofft, der bringt keine Leistung.
Fangen wir doch mal an bei den richtigen Stützen unserer Gesellschaft..hmm wen nehmen wir denn da mal ?
Ach, wie wäre es denn mit dem Mehdorn ?
Zuerst hat er es mit der Bundesbahn versucht, das ging in die Hose. Dann aber holla mit dem Berliner Flughafen.....autsch, das ging auch daneben.
Hoffentlich beschäftigt er sich nicht mit der Fahrradindustrie, denn dann gäbe es es überhaupt kein funktionierendes Fortbewegungsmittel mehr.
Jede Putzfrau hat mehr Leistung erbracht und verdient mehr Achtung.
Hat er nicht zwischendurch noch versucht Air Berlin vor die Wand zu fahren?
Die konnte sich dann noch etwas länger halten, weil sie ihn nach 2 Jahren abgelöst haben.

Nun isser Aufsichtsrat bei der Russischen Eisenbahn. Man hat noch Hoffnung und die Russen sind Missmanagement noch gewohnt.
Was die Finanzierung anderer betrifft, das ist auch eine lustige Geschichte. Wenn man als Stütze der Gesellschaft, als Leistungsträger gedient hat, Konzerne gegen die Wand gefahren hat, für zig-tausend Arbeitslose verantwortlich ist,Anleger beschissen hat (Telekom),
das ist natürlich was wert. Ne Rente von 3000-5000€ ist da schon angemessen. Pro Monat ? Neiin....wo sind wir denn? Pro Tag, wenn schon, denn schon.
Das ist gerechtfertigt, so wie das hohe Einkommen, wegen der hohen Verantwortung, die so ein Manager tragen muss.

Nur dass zum Verantwortung tragen auch gehört, die Folgen auszubaden, dass ist vergessen worden. Die Folgen tragen nur die neuen Arbeitslosen.

Wenn früher ein Unternehmer sein eigenes Unternehmen gegen die Wand vor, litt er mit seinen ehemaligen Arbeitnehmern. Ihm ging es dann auch schlecht.
Wenn zum Zeitpunkt, als es schon Kapitalgesellschaften gab, die Situation aber noch nicht so weit wie heute war, ein Manager seine Firma (fast) ruinierte, dann bekam der keine Chance, dies woanders zu wiederholen.
Heute kassiert so ein CEO Millionen und wenn die Firma runtergewirtschaftet ist, geht er zur nächsten, aufgrund seiner großen Erfahrung.
Ich finde, folgende Dinge gehören zu einem/einerLeistungsträger(in):
1. Er/sie sorgt nicht nur für seinen eigenen Unterhalt, sondern etwas darüber hinaus
2. Durch seine/ihre Arbeit und sonstige Aktivitäten schädigt er niemanden
Bei Mehdorn bin ich übrigens gespalten. Bei Heidelberger Druckmaschinen hat er wohl nicht die richtigen Weichen gestellt, zu den anderen genannten Unternehmen kam er erst, als diese schon tief in der Grütze steckten. Ob man ihm da Vorwürfe machen kann ...
Philosophieren liegt wohl derzeit im Trend. Sooo viele Ansichten. Der Duden beschreibt das so: "jemand, der durch die eigene Leistung entscheidend zu einer Gesamtleistung zu einem Gesamterfolg beiträgt".

Und wer eine Suchmaschine bedienen kann, findet noch ausführlichere Informationen. Den bösen Kommentar lasse ich mal weg, das kommt derzeit nicht so gut an.
Das liest sich jetzt aber schön.
Er/sie sorgt nicht nur für seinen eigenen Unterhalt, sondern etwas darüber hinaus.
Da hatten wir doch die Tage den Herren der in Trennung lebt mit seinen 3 Kindern. Da verstehe ich es ja noch, wenn der, der für das Familieneinkommen sorgt, Unterhalt zu zahlen hat. Wo ich es nicht verstehe, ist bei der Konstellation. Einer trennt sich und der mit Einkommen ist für den Unterhalt bzw. für den gewohnten Lebensstandard zuständig. Sehe das gerade bei einem Freund, unterm Strich darf der seinen Lebensstandard runterschrauben, damit die Ehefrau ihren halten kann. Ein Witz, die Dame arbeitet weiter halbtags und mein Kumpel kann berappen.
Ich fürchte, ich habe dein Beispiel nicht ganz erfasst. Es scheint aber so, dass dein Kumpel ein Leistungsträger (nach meiner Def.) ist.
Schwierig finde ich den Umgang mit Erziehungszeiten. Sowohl bei dieser Frage, als auch beim Thema Grundrente usw.
Denn Erziehungsqualität ist kaum messbar und eine schlechte Qualität kann dazu führen, dass andere geschädigt werden. Es wäre schön, wenn man es schaffen könnte, schlechte Erziehungsqualität nicht zu honorieren.
Es snd keine Kinder involviert.
StechusKaktus. Gehe ich recht in der Annahme, dass du keine Kinder hast?
Nein Stechus, Graf_Mucki ist kein Klon von mir. Offensichtlich hat er sich nur die gleiche Meinung gebildet wie ich.
Ich fürchte, ich kann euch nicht mehr folgen. Kann das jemand aufklären?
@Stechus
Was willst wissen?
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Stechus Kinder hat.
Was soll man mit dieser Aussage anfangen:
"Denn Erziehungsqualität ist kaum messbar und eine schlechte Qualität kann dazu führen, dass andere geschädigt werden. Es wäre schön, wenn man es schaffen könnte, schlechte Erziehungsqualität nicht zu honorieren."
Vielleicht gönnt sie ihrer Mutter die Erziehungsrente nicht...😙
Naja ... wer will, dass er für Erziehungszeiten als Leistungsträger anerkannt werden oder irgendwelche Geldleistungen von der Gesellschaft zum Ausgleich dafür haben will, sollte doch zumindest einen gewissen Mindeststandard erfüllt haben.
Es gibt doch nun wahrlich genug Beispiele von Missbrauch, Verwahrlosung oder fahrlässige Gesundheitsschädigung. Die der Gesellschaft später viel Geld kosten. Warum sollte die Gesellschaft so etwas honorieren?
Für die FDP ist Leistungsträger ein Synonym zu Grossverdiener.
Die FDP nutzt den Begriff hauptsächlich, um
zu verschleiern, dass sie die Steuern für
Grossverdiener senken will und redet dann
von Entlastung der Leistungsträger.
Für mich ist der Begriff ein Euphemismus: https://de.wikipedia.org/wiki/Euphemismus
@Stechus
Ich glaube, bei Dir sind ein paar Mindeststandards nicht erfüllt worden. Das wird ja immer abstruser, was Du da raushaust.