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Gast

Wer muss Darlehensbereitstellungszinsen bezahlen

Hausbau bei einer grossen Fertighausfirma.
Architekt wird von Hausbaufirma gestellt, ist also im Hauspreis enthalten.
Architekt benötigt für den Bauantrag 6 Monate (macht viele Fehler, meldet sich wochenlang nicht, reagiert auf keine Anrufe, Mails, etc). Das Bauvorhaben verzögert sich dadurch immens. Darlehensbereitstellungszinsen werden fällig. Muss die Hausbaufirma für diese Zinsen aufkommen, oder bleiben die Käufer darauf sitzen?
Frage Nummer 3000122226
Antworten (2)
Es gibt doch bestimmt einen Vertrag, den Ihr abgeschlossen habt. Darin sollte eigentlich alles enthalten sein. Normalerweise gibt es Vertragsstrafen bei Überschreitung von Fristen. Üblich sind 0,2% der Auftragssumme je Tag, maximal jedoch 5%. Evtl. die ausführende Firma bzw. den Vertragspartner schon einmal in Verzug setzen.
Hier liegen m.E. zwei getrennte Verträge vor.

Zum einen der Darlehensvertrag mit der Bank. Der sieht ab einem bestimmten Zeitpunkt Bereitstellungszinsen vor. Dieser Zeitpunkt scheint erreicht, gegenüber der Bank bist Du der Vertragspartner und musst diese Zinsen zahlen.

Zum anderen der Kaufvertrag mit der Fertighausfirma. Sie hat zwar, wie es aussieht, die Verspätung zu verantworten. Aber haftbar gemacht werden für den Schaden kann sie nur dann, wenn sie ihrerseits den Vertrag mit Dir nicht erfüllt hat.
Sprich: es gab einen verbindlichen(!) Fertigstellungstermin, den sie nicht gehalten hat. Würde mich wundern, wenn die sich darauf eingelassen hätte. Wenn doch, dann findest Du das in Eurem Vertrag.