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Gast

Wer zahlt Vermessungskosten für Grundstück wenn Kauf nicht zustande komm?

Haben die Vermessungskosten als vermeintlicher Käufer bezahlt, aber der Verkäufer
möchte nachdem ihm vom Notar der Kaufvertragsentwurf zugesandt wurde, entgegen der Absprache einen höheren Preis verlangen.

Evtl findet der Kauf jetzt nicht mehr statt, falls keine Einigung erzielt wird.
Können wir die Vermessungskosten einfordern?
Frage Nummer 42420
Antworten (3)
Vermessungskosten zahlt normalerweise immer der Antragssteller bzw. mutmaßliche Käufer. Daran ändert auch das Zustandekommen oder Nichtzustandekommen eines Kaufvertrages nichts.
Was lernt uns das? Man soll keine unvermessenen Grundstüclke kauf. Es ist die Katze im Sack. Der nächste Interessent hat es also leichter. Wenn die nachträgliche Preiserhöhung als nachträglich beweisbar ist, hat man aber vor Gericht gute Chancen, im dann vorgeschlagenen Vergleich wenigstens die Hälfte wieder zu bekommen
wer die Musik bestellt, bezahlt!
Sie haben die Vermessung beauftragt, also bezahlen Sie sie (falls es keine anderen Vereinbarungen gab).
Aber:
1) es ist gleichzeitig Ihr Gutachten und sie können selbstverständlich die Verwendung des Gutachtens untersagen. Der Verkäufer darf es gegenüber einem potentiellen anderen Käufer nicht benutzen.
2) ein Vertrag ist auch mündlich ein Vertrag. Können Sie die Einigung auf den Kauf beweisen und glaubhaft darlegen, dass Sie die Vermessung für eigene Zwecke in der festen Annahme getroffen haben, vereinbarungsgemäß Besitzer des Grundstückes zu werden, so entsteht Ihnen durch den "Bruch" des mündlich geschlossenen Vertrages ("Handschlag") ein wirtschaftlicher Schaden, den Sie möglicherweise einklagen können.