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Noch Fragen?

Wie ernst kann man Politiker beim Klimaschutz nehmen, wenn noch nicht einmal ein so einfacher Schritt wie ein Tempolimit durchsetzbar ist?

Klar, die Klimaerwärmung wird Deutschland nicht allein stoppen können. Kleine Veränderungen könnten aber zumindest dazu beitragen.
Da die Menschen offensichtlich selbst nicht in der Lage sind, ihr Verhalten anzupassen (Konsumverzicht, verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen), braucht man leider Gottes neue Regeln.
Eine so einfache neue Regel, die nichts kostet, viel CO2 einsparen würde und im Grunde auch keinen beeinträchtigt, wäre ein Tempolimit.

Es wäre ein Anfang.
Frage Nummer 3000121670
Antworten (34)
Es ist offensichtlich, dass die Menschheit die Erderwärmung gar nicht stoppen kann.
Also mal ganz grob gesagt, also wirklich nur ganz grob, über die Feinheiten sollte dann diskutiert werden.

Der Mensch an sich ist das Problem. Der Mensch sollte eigentlich nur auf der faulen Haut liegen. Denn Arbeit kostet Energie, erwärmt den Menschen, die Wärme transferiert nach außen-> Klimaerwärmung.

Bleibt der Mensch nun auf der faulen Haut liegen, entfallen zu sicher 95% die Produktion von Nährstoffen, also der ganze Fleich, Getreide und Milch kram, fossile Brennstoffe werden wegen weniger Verkehr u.ä. eingespart, Heizung und warm Wasser ok, aber auch alles drumherum wird kaum noch gebraucht. Und der weltweit positive Effekt wird spürbar messbar sein. Also Freunde back to the Couch.
🙉
Ganz grob gesagt!
Cheru und Opal:
Damit seid ihr natürlich ganz auf AfD-Linie. Deren Politiker sind zwar dämlich aber konsequent.

Ich meinte aber eher diejenigen, die nach aussen suggerieren, dass sie gerne etwas täten.

Mir kommt die Situation so vor wie der Herzkranke, der seiner Umgebung versichert, jetzt Massnahmen zur Blutdrucksenkung einleiten zu wollen und währenddessen nicht einmal auf den Fettrand vom Schweinsbraten verzichtet (obwohl dieser ihm nicht einmal schmeckt).
Es gibt einige erwähnenswerte Gründe für ein Tempolimit. Die nennenswerte Einsparung von CO2 gehört nicht dazu.
2,5 Millionen-3,2 Millionen Tonnen weniger CO 2 immerhin pro jahr. so wenig finde ich das nicht.
Ihr glaubt also, wenn man auf deutschen Autobahnen nur noch 8km/h anstatt 300km/h fahren dürfe, ihr den Klimawandel aufhören könntet.
Ihr überschätzt euch mal wieder.
Die Geschwindigkeit auf deutschen Straßen hat den Gegenwert von weniger als eine Handvoll Reis in China.
D hat einen CO2-Ausstoß von etwa 850 Mio t.

2-3 Mio t - nein Tom, es ist nicht wenig, es ist praktisch nichts. Ganz abgesehen davon, dass die von Dir genannten Zahlen etwa doppelt so hoch sind wie die vom Öko-Institut ermittelten Zahlen.

Wer ein Tempolimit will, soll mit Verkehrsfluss und Unfalltoten argumentieren, aber nicht mit diesem Fliegenschiss an CO2
Ich kann es nicht fassen. ing793 hat mir zugestimmt. Wenn das keine Klimaveränderung ist, was denn dann?
Naja, ich gehe davon aus, dass die schon die Angaben von 2-3 Mio. Tonnen nur optimistische Schätzungen sind.

Schon 2017 waren es wohl nur noch 800 Mio. to CO2.
(Umweltbundesamt) Davon waren ca. 15% durch den Straßenverkehr verursacht. Das sind 120 Mio. to.

Für alles weitere finde ich keine Zahlen, es geht nur um Schätzungen, ich versuche denn mal hoch zu schätzen.
Sollte jemand Zahlen finden, kann man die gerne Einsetzen.

Schauen wir uns den Straßenverkehr an:
Wie viel an dem CO2-Ausstoss wird durch die Autobahn verursacht. Ich denke mal mit 50% greife ich schon sehr hoch. Der Stadtverkehr schluckt sicher an die Hälfte des Verkehrsaufkommen, und verursacht mit Stop-and-Go sicher auch reichlich.

120 Mio. to *50% = 60 Mio. to.

Auf der Autobahn ist tatsächlich der größte Teil der Strecken nicht begrenzt. 2013 waren noch 65% ohne Limits.
Aber die nicht reglementierten Strecken sind meistens die ohne viel Verkehr, ohne Kreuzungen etc.
Wie teilt sich der CO2-Ausstoss dann auf die Strecken auf? Aufgrund der Verkehrsdichte geh ich mal von 40% des Ausstoßes auf den unlimitierten Strecken:

60 Mio. to * 40% = 24 Mio. to

Wieviel wird davon von LKWs ausgestossen? Ich würfel die nächste Zahl, wieder 50%.

24 Mio. to * 50% = 12 Mio. to

Vom PKW-Verkehr fährt aber der größte Teil nicht schnell. Meiner Erfahrung nach, wird man auf nicht limitierten Strecken bei 150 km/h deutlich seltener überholt, als dass man überholt. Meine Schätzung ist, dass doch 80% der Fahrer die Richtgeschwindigkeit nicht überschreiten, sei es um Benzin zu sparen oder den Stress zu reduzieren.

12 Mio. to * 20% = 2,4 Mio. to

Also 2,4 Mio. Tonnen CO2 Ausstoss durch Verkehr, der die Richtgeschwindigkeit überschreitet. Den kann man sicher nicht um mehr als die Hälfte reduzieren.
Macht dann grade mal 1,2 Mio. to.

Ich wäre interessiert meine Schätzungen durch ermittelte Zahlen zu ersetzen. Hat jemand welche?
es ist ein irrtum, wenn man denkt, fahren ohne geschwindigkeitsbegrenzung gibt es nur auf autobahnen. es gibt auch bundesstrassen ohne begrenzung. dann gibt es noch strecken mit begrenzung, wo sich viele aber nicht dran halten.
>wo sich viele aber nicht dran halten.

Die große Masse verhält sich so nach meiner Beobachtung.
Gilt für Stadtverkehr und auch für Bundesstraßen.
Prima. Dann hätten wir das jetzt geklärt.

Wer informiert die Fridayforfuture-Kids, dass wir leider nichts machen können und uns deswegen noch nicht einmal bemühen?
Mit einem ähnlichen Argument kann man dann den Klimaschutz ganz sein lassen in Deutschland, weil wir im Vergleich mit China quasi null CO2 emittieren.
Diese komische Greta Thunberg? Oder diese noch komischere Luisa Neubauer? Egal, dieser Hype wird verschwinden, von selbst. Das ist wie in der Musik nur ein "One-Hit-Wonder".
@Stechus: das ist jetzt nicht Dein Ernst???

Du schlägst irgendeinen Fliegenschiss vor und wenn dann öffentlich fetsgestellt wird, dass es sich um genau das handelt, ziehst Du Dich mit versucht ironischem Unterton zurück.

Wenn DAS wirlich Deine einzige Idee war, dann wird mir wirklich bange, denn Du bist als wirtschaftshöriger Mainstream ein Indikator für die Bereitschaft dieser Gruppe, ihren Beitrag zu leisten.

Du hast im Grunde nicht ganz Unrecht, Kleinvieh macht auch Mist. Aber die Betonung liegt auf "auch". So ein wenig Großvieh muss auch dabei sein.
Ausstieg aus der Braunkohle, CO2-Steuer, Beschränkung des Krafstoffverbrauches, Verbot von SUVs, DAS wäre Großvieh.
Stattdessen Tempo 130??? Lächerlich!
Verbot von SUVs? Ich finde die Dinger zwar auch völlig unnötig, da wäre ich doch eher für eine Besteuerung als für ein Verbot. Wir sind ja nicht in einer Diktatur und jeder soll fahren, was sein steuerlich belasteter Geldbeutel so aushält.
Genau DAS wollte ich zeigen:
Noch nicht einmal für Massnahmen, die keinem etwas kosten, gibt es eine Bereitschaft. Stattdessen werden "die grossen" Massnahmen strapaziert. Also, diejenigen, die richtig wehtun. Die Arbeitsplätze kosten, den Wohlstand einschränken oder den Verlust irgendwelcher Freiheiten bedeuten. Also die, die ohnehin kaum Chancen auf Umsetzung haben. Jeder zeigt auf den anderen. Anstelle ÜBERHAUPT einmal anzufangen.

Und auf einmal machen sich scheinbar auch vernünftige Zeitgenossen zum Kollaborateur der AfD-Dämläcken und Klimaleugner.

Dann komme ich zur Ausgangslage und zu meinem Appell an die Politiker zurück: Schenkt den Menschen reinen Wein ein und sagt, dass wir keinen Bock haben etwas zu unternehmen. Gründe gibt es ja genug dafür. Aber dann holt euch bei der nächsten Wahl auch die Quittung und lügt nicht rum!
Puhh, da ist aber nun jemand mächtig angepisst, weil sein Anliegen nicht angekommen und einfach verpufft ist. Ja so ist das Leben nun mal.
Ich hab ja nicht mal was gegen ein Tempo-Limit. Wer aber dieses fordert, um die Umwelt zu schützen, überschätzt die Auswirkungen.
Natürlich kann man überall CO2 einsparen und jeder Beitrag zählt, aber nur Tempo-Limit fordern und von großen CO2-Einsparungen zu reden ("viel CO2 einsparen würde") ist am Thema vorbei.

Es handelt sich nach meiner obigen Schätzrechnung um maximal 1% des CO2 der im Straßenverkehr anfällt. Also 0,0015% des gesamten CO2 Ausstoßes in Deutschland.

Da kann man sicher einmal sich die großen Brocken zur Brust nehmen. Aber die, die die großen Brocken an CO2 ausstoßen haben halt eine Lobby und sind dadurch unangreifbar.
Was ist das für eine seltsame Argumentation?

Watt nix kost, das iss nix!

Das gilt auch hier. Für irgendwelche Alibimaßnahmen ist mir die Angelegenheit zu schade. Den Fliegenschiss veranstalten und sich dafür feiern lassen? Was für ein Bullshit.

Es geht nicht darum, sich "hinter großen Maßnahmen zu verstecken", es geht darum, dass selbst diese großen Maßnahmen das Klima nicht die Bohne interessieren, wenn sie D alleine macht.
Und mit welcher Begründung sollten wir von anderen erwarten mitzuziehen, wenn wir nichts "großes" machen.
Was auch für gratis zu bekommen wäre, die Abschaffung des Mamataxis. Da fahren Busse und Bahnen nur leidlich besetzt und eine Armada von SUVs drängen sich vor den Schulen.
Skorti
Da liegst du mit deiner Schätzung aber ganz schön daneben. Hier steht was von 0.3% bei 120 km/h Begrenzung.
https://www.br.de/nachrichten/wissen/faktenfuchs-was-bringt-ein-autobahn-tempolimit-fuer-die-umwelt,RGdL00H
Ich habe übrigens nichts gegen ein Tempolimit. Ich fände es sehr entspannend, mit 130 über die Autobahn zu düsen.

Heute muss man entweder 90 fahren oder 180 oder ständig zwischen der linken und der oder den LKW-Spuren wechseln.
Ich behaupte mal, wer am Tag auf unseren Autobahnen über 80 - 90 km/h im Durchschnitt kommt, hat reichlich Glück gehabt. In der Nacht ist das kein Thema. Für mich wird das Tempolimit überbewertet, das stellt sich von allein ein.
Ein starres Limit von 120 oder 130 nützt nichts:

- Es verhindert keine Staus, denn die entstehen nicht durch schnelles Fahren, sondern zu viele Fahrzeuge auf einer Strecke, Wegfall einer Fahrspur, Baustellen (aktuell 1.200 km auf den BAB);

- es verhindert kaum Unfälle: Die weitaus meisten Unfälle passieren im unteren Geschwindigkeitssektor, unterhalb von 100 km/h; innerorts, Überland, auf der BAB vorwiegend mit LKW, in Baustellen und an Ein- und Ausfahrten. Dort geschieht nicht ein Unfall weniger, wenn man obendrüber ein Limit setzt. 60 Prozent aller tödlichen Unfälle passieren auf Landstraßen, auf denen es seit 1976 ein Tempolimit gibt. Dagegen rollen 31,6 Prozent des Verkehrs über die Autobahnen. Dort aber werden nur 12 Prozent aller Verkehrstoten und 7,5 Prozent aller Verletzten gezählt. Die Gesamtzahl der Verkehrstoten sinkt seit Jahren – bei steigendem Verkehrsaufkommen!

- Gerade die Länder mit strikten Limits haben oft höhere Unfalltotenzahlen je gefahrene Mrd. Kilometer. Gründe dafür sind Ermüdung und Ablenkung durch niedriges Tempo.

- Die CO2-Einsparung läge nur im Promillebereich. Wirklich einsparen ließe sich das mit Stilllegung und Ersatz von Braunkohlekraftwerken.

Wozu also alle sinnlos gängeln? Lasst uns doch mal etwas Fahrspaß auf den ca. 7.800 km freier Autobahn - 3,5% aller Straßen außerorts.... wenn's mal frei ist, sind 160 doch OK!
Dem einen macht es Spass SUV zu fahren, der andere heizt gerne über die Autobahn (obwohl er nicht in Eile ist), der dritte verbrennt gerne Kohle zum Spass.

Du hast Recht. Jetzt haben wir wirklich ALES versucht das Klima zu retten. Wir können nichts machen.

Ironie aus.
In Deutschland sinkt der CO2-Ausstoß deutlich. Weltweit steigt der CO2-Ausstoß aber deutlich an. Der deutsche Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß beträgt weniger als 3%.
Selbst wenn wir gar kein CO2 mehr emittieren, wird der weltweite CO2-Ausstoß weiter ansteigen.

Vor diesem Hintergrund ist es evident, dass wir niemals erfahren werden, ob mit CO2-Einsparungen die Erderwärmung begrenzt werden kann.
Cheru, Deine Aussage taugt nichts. Irgendeiner muss ja mal anfangen. Ich glaube allerdings nicht, dass ein Tempolimit irgendetwas bringt, da sind schon die Durchschnittsgeschwindigkeiten alleine ein Fakt um den Unsinn zu entlarven. Eine Limitierung des Verbrauchs, der Leistung oder des Gewichts der Karosse würde eher einen Effekt erzielen.
Schon die reine Zunahme der Weltbevölkerung macht jede Verringerung der CO2-Emissionen illusorisch.
Es dennoch die Realität verneinend zu versuchen ist ein lobenswerter Ansatz.
@Bombadil:
Wenn man davon absieht, dass ich für die letzte Zahl einmal % zu viel genommen habe, sind es doch exakt die Zahlen die ich geschätzt habe:
12 Mio. to können gespart werden. Das sind bei deinem Link zwischen 0,14 und 0,2% passt also.
Dafür. dass meine Zahlen geschätzt waren finde ich das schon gut.

Nur der ganze Artikel schreibt Mist.
Scheuers Aussage wäre falsch und beruhe auf überholten Zahlen:
"Wenn Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer davon spricht, dass ein Tempolimit auf Autobahnen den gesamten CO2-Ausstoß in Deutschland um weniger als 0,5 Prozent senken würde ..."

Dann bringt der Artikel neue Zahlen und kommt auf das Ergebnis: "... zwischen 1,1 und 1,6 Millionen Tonnen CO2 einsparen würde. Das sind zwischen 0,14 und 0,2 Prozent des gesamten deutschen CO2-Ausstoßes."

Also noch weniger als Scheuer sagt, denn auch 0,2% sind unter 0,5%.
(Das ich hier mal Scheuer verteidige ... grins)
Es gibt aber auch noch einen anderen Aspekt. Wenn nicht mehr so gerast werden kann, werden auch nicht mehr so viel PS-starke Autos gebaut. Die braucht man dann ja nicht mehr, wodurch auch nochmal CO2 eingespart werden kann.
@Tom Bombadil
Wenn Deine Theorie greifen würde, wären alle Autobauer pleite. Was willst Du mit dem Ferrari in Hongkong oder Moskau? Die größten Absatzmärkte sind nicht gerade in Deutschland zu finden für die PS starken Mühlen.
Ach Stechus,es gibt unendlich viele Möglichkeiten, unsern
Planeten zu retten, nicht einer davon wird genutzt.