User Image User
User Image User

Noch Fragen?

Wie funktioniert eine Risikolebensversicherung und wozu ist sie gut?

Frage Nummer 1099
Antworten (12)
Mit einer Risikolebensversicherung kann man z.B. eine Baufinanzierung absichern. Wenn der Versicherungsnehmer stirbt, ist das Restdarlehen getilgt - oder es bleibt noch etwas übrig. Im "Überlebensfall" geht man leer aus.
Bei einer Risikolebensversicherung wird der vereinbarte Versicherungsbetrag nur dann ausgezahlt, wenn Du während der Laufzeit der Versicherung verstirbst.

Eine solche Versicherung ist grundsätzlich zur Absicherung der eigenen Angehörigen (Kinder, LebensgefährtIn) gedacht.

Hat man weder Kinder noch PartnerIn ist eine Risikolebensversicherung absolut überflüssig, denn nach Deinem Ableben, kann es Dir ja egal sein, was noch mit irgendwelchem Geld passiert.
Eine Risikolebensversicherung funktioniert, mit einem Unterschied, im Prinzip genau so, wie eine normale Lebensversicherung. Man zahlt eine bestimmte Zeit lang Beiträge. Wenn man stirbt, wird der Betrag an die Hinterbliebenen ausgezahlt um die Familie aufzufangen. Der Unterschied ist, dass man hier nur eine Auszahlung bekommt, wenn man während der Vertragslaufzeit stirbt.
Die bisherigen Antworten sind alle richtig, jedoch fehlt der Hinweis: die Risiko-LV ist im Vergleich zur kapitalbildenden LV extrem preisgünstig. Für wenige Euro monatlich bekommt ein jüngerer Mensch einen Versicherungsschutz im sechsstelligen Bereich. Das ist auch der Grund, weshalb es viel zu wenige Risiko-LVs gibt: nur seriöse Berater, die umfassend (ganzheitlich) beraten, bieten sie als Standard an, da aufgrund der niedrigen Beitragssumme auch die Provision sehr niedrig ist.
Auch nicht unwichtig: die Prozeßquote ist hier (im Vergleich zur zweiten wichtigen Risikoabsicherung, der Berufsunfähigkeitsversicherung, sehr niedrig). Liegt daran, dass der Versicherungsfall als solcher immer unstrittig ist.
Noch ein kleiner Zusatz:
Wie schon von Pjotrowitsch ist die Risiko-Lebensversicherung eine sehr günstige Absicherung der Familie, falls man selbst stirbt. Sie kann i.a. später - ohne Gesundheitsprüfung - in eine Versicherung mit Auszahlung am Ende der Laufzeit umgewandelt werden, falls man später mehr Geld für die Beiträge zur Verfügung hat.
Kleiner Tipp am Rande: Auch bei der Risiko-Lebensversicherung empfiehlt es sich, über eine Zusatzversicherung, die den Vertrag im Falle von Berufsunfähigkeit beitragsfrei stellt, zumindest nachzudenken. Der Fall, dass man einfach mal stirbt, ist nicht so häufig. Oft geht eine längere Krankheit voran, die bei Berufsunfähigkeit dazu führen kann, dass kein Geld für die Beiträge mehr da ist und die Versicherung gekündigt werden muss.
Genau so ist es. Im Klartext heißt das, dass deine Familie zwar Geld bekommt, während der Vertrag läuft und du stirbst. Wenn du allerdings erst nach Ablauf des Vertrags stirbst, behält die Versicherung alle Beiträge. Deswegen ist eine Risikolebensversicherung auch riskant, wie der Name schon sagt.
Dafür ist sie aber auch billiger. Sie kostet nur einen Bruchteil, hängt aber stark von deiner Lebenserwartung ab. Frauen zahlen weniger als Männer. Raucher zahlen mehr als Nichtraucher. Alte Menschen zahlen mehr als junge. Normalerweise wird man auch von einem Arzt gecheckt, bevor die Versicherung sich auf einen Vertrag einlässt.
Grundsätzlich ist jede Versicherung genau betrachtet eine Wette. Bei einer Lebensversicherung wettest Du, dass Du vor Versicherungsablauf stirbst und zahlst regelmäßig Deinen Wetteinsatz (Beitrag). "Gewinnst" Du (Todesfall), zahlt die Versicherung die Versichrungssumme. Verlierst Du (Erlebensfall), sind Deine Wetteinsätze (Beiträge) futsch.
Bei einer Kapitallebensversicherung setzte sich Dein Beitrag aus Risikoanteil und Sparanteil zusammen, wobei die garantierte Mindestverzinsung nur für den Sparanteil, nicht für den Risikoanteil gilt! Wenn Du also 100 Euro Beitrag hast und der Risikoanteil beträgt 25 Euro, dann gilt die garantierte Verzinsung nur für 75 Euro. Du hast also quasi zwei Verträge (Risiko + Anlage) in einem Vertrag.
Es heißt nicht deshalb Risiko-LV weil es ein Risiko ist sich so zu versichern, sondern weil man damit das Risiko für die Angehörigen absichert, wenn man stirbt und Angehörige dadurch mittellos würden. Deshalb kann man eine Risiko-LV auch als Sicherheit bei Investitionen, z.B. Immobilienkauf, einsetzen
Bei der Risikolebensversicherung bekommt jemand, der im Versicherungsvertrag festgelegt ist, eine bestimmte Summe ausgezahlt, wenn die versicherte Person stirbt. Mit der Risikolebensversicherung werden oft Angehörige gegen den Tod des Hauptverdieners abgesichert. Auch Darlehen können mit Hilfe der Risikolebensversicherung abgesichert werden.
Eine Risikolebensversicherung sichert die Familie im Todesfall des Versicherten ab. Nach Ablauf der Laufzeit und zu Lebzeiten des Versicherten ist das Geld futsch, es wird nichts ausgezahlt. Daher das Wort "Risiko".
Eine Risikolebensversicherung ist eine Absicherung der Familie im Todesfall des Versicherten. Überlebst Du die Laufzeit, dann gibt es nix.

Mach ein Risikolebensversicherung Vergleich und schau Dir die Konditionen an, wie lange und wie teuer.