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Noch Fragen?

Wie ist ein keltischer Ehevertrag aufgesetzt? Was steht da drin?

Meine Freundin interessiert sich für die alten Kelten und wie das so funktioniert hat. Weiß jemand was Genaues?
Frage Nummer 5497
Antworten (5)
Die alten Kelten waren wahrhaft fortschrittlich. Bevor eine Ehe geschlossen werden konnte, musste ein gewaltiges Vertragswerk unterzeichnet werden, die den Partnern umfangreiche Rechte und Pflichten einräumte. Dies wurde natürlich notariell überwacht. Jeder Verstoß gegen den Ehevertrag wurde von der Executive streng geahndet. So hatten die Frauen für Liebesdienste nur einmal im Monat zur Verfügung zu stehen und die Zeit an Hausarbeiten war auf vier Stunden/Tag begrenzt. Im übrigen hatte sich der Gatte um das Wohlergehen seiner Frau zu kümmern und ihr pro Jahr drei Städtereisen mit ihren Freundinnen zu finanzieren. Die Zubereitung des Abendessens oblag dem Mann.
Keltische Eheverträge verienbaren und beschließen den gemeinsamen Besitz aller Eigntümer und des Vermögens zwischen Mann und Frau, egal wer was it in die Ehe gebracht hat. Im Todesfall eines Partners wird der Hinterbliebene als alleiniger Erbe eingsetzt.
Ja also die Kelten haben ihr Liebesgeständnis immer für genau ein Jahr und einen Tag geschlossen. Hat also zur folge dass das gelübtnis jedes jahr aufs neue zelebriert wurde. Hintergrund ist leicht nachzuvollziehen: Kriege, Monatelange Reisen übers Meer. Da wars fast schon ein wunder wenn der Mann nach nem Jahr wiederkam - also grund genug zu "feiern"..
Also bei einer Keltischen Hochzeit wurde früher eine Gütertrennung vorgenommen. In der heutigen Zeit, kannst du mit einer keltischen Zeremonie heiraten, es muss jedoch noch einmal richtig (standesamtlich) geheiratet werden. Ein Ehevertrag hält fest wer von Euch, was in die Ehe mit eingebracht hat und wie im Falle einer Scheidung aufgeteilt wird.
Nicht schwer.
Die Einzelheiten gibt's bei:

Fergus Kelly, 1988 "A Guide to Early Irish Law", Dublin. Seiten 70–75.

Johanna Heil, 2011 "Marital law and women’s rights in early Christian Ireland
In: Allerlei Keltisches, Berlin. Seiten 61–77.