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Noch Fragen?

Wie kann man astronomisch weite Entfernungen messen?

Also jetzt nicht Kilometer mit dem Auto abfahren, sondern so weit, dass man nicht hin kann, wie die ENtfernung zwischen Sternen?
Frage Nummer 33571
Antworten (6)
Geht ganz einfach, mach einmal ein Auge zu und halt Deinen Zeigefinger 30 cm vor das andere Auge. Jetzt beweg Deinen Kopf nach rechts, nach oben, nach links, nach unten: Die Fingerspitze scheint vor dem Hintergrund zu kreisen, obwohl sie sich nicht bewegt. Diesen Effekt nennt man Parallaxe, und der Kreis, den die Fingerspitze beschreibt, ist der Parallaxenkreis. Der Parallaxenkreis ist natürlich nur eine umgekehrte Abbildung der Bewegung, die Du mit dem Kopf machst.

Wenn Du nun a) den Winkeldurchmesser des Parallaxenkreises kennst (den kann man einfach messen) und b) den Durchmesser des Kreises, den Du mit dem Kopf dabei machst, dann kannst Du mit einfacher Trigonometrie die Entfernung zwischen Auge und Fingerspitze ausrechnen.
Wenn das Licht von einem anderen Stern loseilt, drückst du auf die Stoppuhr und wenn es dann angekommen, wieder. Die Lichtgeschwindigkeit ist konstant, aus der ZEit kannst du die Entfernung errechnen. Damit man im Gewusel nicht sein zu messendes Photon aus den Augen verliert, ist es ratsam, das Photon zu markieren, zb mit Neutronen zu bestrahlen damit es radioaktiv wird oder es ganz einfach rosa anzumalen.
Schon mal was von Lichtjahren gehört? Das kommt doch in jedem Science-Fiction Film vor. Soweit ich weiß, misst ein Lichtjahr die Strecke, die Licht in einem Jahr zurücklegt. Und da Licht unfassbar schnell ist (ca 300 000 km pro Sekunde!), ist diese Strecke auch unfassbar lang.
Lieber Herr Schmitz, das hilft jetzt genau wie, um heraus zu bekommen, wie weit Alpha Centauri von der Erde entfernt ist?
Das funktionier über ganz viele mathematische Gesetze, mit denen man Entfernungen genau berechnen kann. Wichtig ist natürlich auch, dass einige Distanzen vorher mit einem Laser gemessen werden müssen, mit den Daten als Basis kann man dann weiterrechnen.
Das ist wahrlich eine schwierige und technisch sehr aufwendige Sache. Im Wesentlichen basiert das ganze auf Beobachtung und Verktorrechnung. Man geht von bekannten Entfernungen aus (Bsp. Erde-Mond) und schaut dann wie sehr sich das im Verhältnis zu einem Stern in der gleichen Zeit verändert. Dann wird daraus so was wie ein Dreisatz mit zwei Unbekannten - nur komplizierter.