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Noch Fragen?

Wie könnte man in Deutschland ein Zweiparteiensystem etablieren?

Die derzeitige Koalition und ihre Krise zeigen deutlich, dass der Wählerwille nichts zählt. Der Wähler verteilt lediglich Chpis an die Parteien, die damit dann pokern. Wenn es nur ein rechtes und ein linkes Lager geben würde, wäre die Entscheidung demokratischer als das, was wir jetzt haben.
Frage Nummer 90267
Antworten (13)
wir leben im postdemokratischen Zeitalter.
Entscheidungen werden von den Parteispitzen ausgekungelt und im Parlament nur noch abgesegnet. Genaugenommen werden sie von den Parteispitzen noch nicht einmal mehr ausgekungelt, sondern von den Wirtschaftslobbyisten entgegengenommen und umgesetzt.
Aus der Sicht ist es eigentlich völlig egal, ob es eine, zwei oder 27 Parteien gibt, am Ergebnis ändert sich nichts.
@ing: Exakt so sehe ich das auch. Die Macht des Kapitals wird sich auf diesem Planeten wohl nicht mehr sinnvoll und nachhaltig bekämpfen lassen. Siehe Link.
MfG machine
@ ing793
Das mag zwar so sein, aber wenn sich die Mehrheit in den USA sich für die Republikaner oder die Demokraten entscheidet, oder im UK für die Tories oder Labour, ist das Ergebnis klar. Ob und wenn sich diese Regierungen den Wünschen von Lobbyisten unterwerfen, steht auf einem anderen Blatt. Da hätte ich schon ein Thema für die nächste Frage. Bei uns dagegen ist gar nichts klar, deswegen haben wir jetzt eine große Koalition, die sich wohl kaum ein Wähler gewünscht hat. Ein Vielparteiensystem wie in Dänemark kann auch keiner wollen, außer man neigt zum Chaos.
Richtig, wir brauchen nur zwei Lager. Diese Lager müssen miteinander koalieren und die Interessen der Deutschen (nicht Europa) vertreten. Weiter muß der Bürger wenigstens die wichtigsten Vorhaben mittels Bürgerentscheid mitbestimmen dürfen.
Die Kernfrage lautet doch, wie man zu einem Zweiparteiensytem wie in England oder den USA kommen kann, nicht wie es funktioniert..
Zu Deiner Frage, @dorfdepp: Dann muß die Hürde für eine wählbare Partei bei 30% liegen.
Hmmmm .... selbst bei einer 30%-Hürde ist ein 3 Parteien-Bundestag nicht ausgeschlossen.
Aber selbst ein Bundestag ohne Opposition wäre möglich. Die 30% Hürde würde im Moment nur von einer Partei genommen. Also besser Finger weg ...
Skorti, dann alle Parteien antreten, Bürgerentscheid, aber nur noch die zwei Bestplatzierten machen das Rennen.
Wie, wen gibt es denn noch, ausser CDU und CSU?

Der Unterschied ist doch nur, die CDU regiert nicht in Bayern, die CSU aber auch im Rest-Deutschland ...
Ich bin eigentlich ganz glücklich, dass bei uns ein paar Kleinparteien auch noch mitmischen und wir nicht so eine primitive Entweder-Oder-Demokratie wie die USA haben.
Mir wäre es eigentlich lieber, daß Sachfragen sachlich entschieden würden. Dieses Rechts-Links-Denken ist absurd. Mir konnte jedenfalls noch niemand erklären, was Rechts und was Links noch bedeutet. Es gibt extrem konservative Sozialisten und ganz schön sozialistische Konservative. Ansonsten, es wurde hier schon erwähnt, geschieht die Willensbildung in Parteien von oben nach unten. Du müsstest also schon zwei Lager haben, in denen es voll basisdemokratisch zugeht, in denen wirklich ein Diskurs über Sachfragen stattfindet und in denen die Parteileitung die Entscheidungen der Basis auch gegen die eigene Meinung vertritt...utopisch!
@ Dorfdepp:

Nein, sehe ich nicht so, ich will gar kein Zweiparteiensystem, warum auch?
Verspreche mir davon keinerlei Verbesserung!
@ moonlady
Doch, eins würde sich verbessern, nämlich dass der Wähler weiß was er kriegt. Die CDU-Wähler wollten mehrheitlich eine schwarzgelbe Koalition, die SPD-Wähler dagegen eine rotgrüne. Ich glaube jedenfalls nicht, das ein nennenswerter Anteil der Wähler beider Lager eine große Koalition wollte, also hat die Mehrheit verloren. Wenn nur schwarz und rot zur Wahl stehen, müssen die nach der Wahl ihr Programm umsetzen und können sich nicht auf für sie bequeme Koalitionskompromisse berufen. Das halte ich schon für eine Verbesserung.