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Noch Fragen?

Wie lange sollte man Gehaltszettel aufbewahren? Für Rentenansprüche reichen doch die Sozialversicherungsnachweise, oder?

Frage Nummer 21970
Antworten (7)
Wie alle wichtigen Unterlagen zum Nachweis mindestens 10 Jahre. Verdienstbescheinigungen dienen zum Nachweis bei Ämtern u.s.w.. Darum mindestens diese Zeit immer aufbewahren. Danach kann man sie fachgerecht entsorgen.
Da so manche Pferd schon direkt vor der Apotheke gek..tzt haben, ist es allemal bessser, Jahresverdienstbescheinigungen zu kopieren (Thermodrucke verbleichen schnell!) und/oder zu scannen
Von mir zum Beispiel will die BfA zwecks Anrechenbarkeit jetzt wissen, wie ein vor 15 Jahren belegtes6Wo.- Seminar ausgesehen hat - die Versicherungsunterlagen sind wohl verschütt gegangen.
Mein Vater hat die Gehaltsabrechnungen der letzten 38(!)Jahre,
akribisch geordnet, aufbewahrt,weil er meint,das könne für die
Rentenberechnung wichtig sein. Noch Fragen?
Auf dem Gehaltszettel werden im wesentlichen drei Informationen dokumentiert:
1) Auszahlungsbetrag - kann mit dem nächsten Kontoauszug überprüft werden
2) Steuer - wird am Ende des Jahres in einer Jahressteuerbescheinigung des Arbeitgebers zusammengefasst. Sicherheitshalber könnte man die Gehaltszettel aufbewahren, bis der dazugehörige Steuerbescheid rechtskräftig ist.
3) Sozialversicherungsbeiträge - werden ebenfalls am Ende eines Jahres in einer Jahresbescheinigung zusammengefasst. Im Folgejahr kommt dann die regelmäßige Mitteilung des Rentenversicherungsträgers, aus der hervorgehen sollte, dass die Beträge berücksichtigt sind.

Die monatlichen Zettel sind spätestens ab jetzt nur noch private Erinnerungsstücke.
Prinzipiell reichen zwar die Nachweise von der Sozialversicherung, aber es ist schon sinnvoll, die Gehaltsabrechnungen auch aufzubewahren. Wenn es nämlich zum Streit kommt, weil Zeiten, in denen man eingezahlt hat, nicht erfasst sind, hat man sonst keine Nachweismöglichkeit mehr. Und dann gibt es unter Umständen weniger Rente.
Auch wenn die Sozialversicherungsnachweise im Prinzip reichen würden, empfiehlt es sich, die Zettel mindestens bis zum Rentenantritt aufzuheben. Das dient deinem eigenen Schutz, sollten zum Beispiel auf einem der Dokumente Fehler enthalten und somit ein Abgleich erforderlich sein.
Sicherheitshalber würde ich sie fünf Jahre aufbewahren, als Nachweis für die Steuererklärung. Aber drei Jahre würden ebenso reichen. Auch Lohn- oder Gehaltsnachweise können bei einer Kontenklärung mit der Rentenversicherung wichtig werden, falls die Originaldokumente verloren gegangen sind.