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Gast

Wie sehr ist staatenlosigkeit gegen das Geist des Gesetz?

Ich bin Carlo Martin aus Südafrika.

Könnten Sie mir vielleicht beraten über ein altes deutsches Gesetz, und zugleich sagen was die Kosten für eine solche einmalige Antwort sind?

Mein Urgroßvater ist in 1866 von Wiedemar, Königreich Sachsen nach Republik Transvaal (heute Südafrika) gereist, und hat sich dann auch eventuell in Republik Transvaal niedergelassen. Er ist nicht als Transvaler und auch nicht als Südafrikaner eingebürgert worden. Wir haben schriftliche Beweise von der Südafrikanischen Behörde empfangen. Keine meiner Vorfahren sind eingebürgert worden. Mein Grossvater und Vater bekamen automatisch Südafrikanische Bürgerschaft wegen ihrer Geburt in Südafrika. Weil das Deutsche Gericht auf jus sanguinisch basiert ist, und weil keiner meiner Vorfahren jäh eingebürgert sind, möchte ich einen Antrag um Deutsche Staatsangehörigkeit machen.

Ich wurde von einem Rechtsanwalt in Südafrika darauf hingewiesen dass es damals gesetzlich vorgeschrieben war sich 10 Jährlich bei der Deutschen Botschaft anzumelden, und dann auf dieser Art und Weise die Deutsche Staatsangehörigkeit zu behalten. Wir als Nachkommen wissen nicht ob mein Ururgrossvater sich angemeldet hatte. Es gibt auch keine Beweise in Berlin oder Köln dass er sich entweder angemeldet hatte oder nicht.

Ich finde es ungerecht zu behaupten dass mein Ururgrossvater seine Deutsche Staatsangehörigkeit verloren hätte, wegen folgendes :

Es gab damals keine Deutsche Botschaft in Transvaal.
Es gab damals keine Wege in Transvaal.
Es ist sehr möglich dass mein Ururgrossvater nicht gewusst hatte dass er sich 10 Jährlich anmelden musste. Er ist nie in Südafrika eingebürgert worden, was meint dass er staatenlos sein würde wenn er Deutsche Bürgerschaft verloren hätte; das ist heute gegen deutsches Gesetz.
Es gab schon Fälle wo die Deutsche Staatsangehörigkeit wieder an solche Personen zurückgegeben wurde, nachdem sie dafür gefragt hatten, obwohl sie sich damals nicht 10 Jährlich angemeldet hatten und auch nicht damals regelmässig nach Deutschland gereist sind.
Mein Ururgrossvater und seine Nachkommen sind kulturell immer noch Deutsch geblieben.

Denken Sie es wäre möglich diese Argumente oder andere zu gebrauchen um deutsche Bürgerschaft zu bekommen?

Vielen Dank für Ihre Zeit und Mühe.

Mit freundlichen Grüssen,

Carlo Martin
Frage Nummer 3000115133
Antworten (9)
Ich glaube nicht dass die Gründe für die Versäumnisse das Versäumte aufheben.

Ich nehme an sie sind heute auch Südafrikanischer Staatsbürger.
Ich glaube nicht, dass die Staatsangehörigkeit Ihres Urgroßvaters etwas ausmacht für Ihren eigenen Antrag, wenn Vater und Großvater bereits als Südafrikanische Staatsbürger geführt werden.

Aber Glauben heißt nichts wissen.
Lieber Carlo,
Du hast schon das Beste gemacht, was man machen kann, nämlich einen Rechtsanwalt einzuschalten. Und wenn Du mit dem nicht zufrieden bist, kannst Du Dir einen anderen nehmen, in Südafrika, in Deutschland, in den USA oder in Afghanistan. Aber was genau erwartest Du Dir jetzt von uns hier? Na ja, eine Option wüsste ich, Elfigy oder Musca könnten dich adoptieren. Aber das kannste Dir von der Backe putzen, wie Dein Großvater gesagt hätte.
Jetzt juckt es mich, mal etwas unkonventionell zu sein, also bitte ich, das nicht allzu ernst zu nehmen. Was ist an der deutschen Staatsbürgerschaft so erstrebenswert. Wir sind doch alle Kriegsverbrecher. Ich würde eher mal in Australien nachfragen. Da gibt es nur ein kleines Problem, es ist sehr ein großes Land, hat aber nur 24 Mio Einwohner. Die lassen auch keine Neuen rein, also sind alle sehr eng miteinander verwandt, das merkt man.
Natürlich ist es möglich diese Argumente zu gebrauchen.
Ob es was bringt ist eine andere Sache.

In Kolonien, in denen die Besiedlung des, den Einwohnern geklauten Landes, sukzessive über Landnahme durch Einwanderer geschieht, ist es normal, dass irgendwann, wenn sich die Staatsgewalt etabliert, alle die dort leben automatisch als Staatsbürger anerkannt werden. So wurde dein Vorfahr wahrscheinlich Bürger der Zuid-Afrikaansche Republiek .
Nach Ende des Burenkrieges ging die dann in die britische Staatsbürgerschaft über und dann bei der Unabhängigkeit Südafrikas in diese.

Eine Deutsche Staatsbürgerschaft hat dein Vorfahr nie gehabt, 1866 gab es noch kein Deutsches Reich. Also können für ihn die späteren Gesetze nie gegolten haben.

Aber vielleicht gab es damals vergleichbare sächsische Gesetze.
Deho Donnerwetter, du kannst ja auch witzig sein. So eine überraschung.
Wäre er nicht ein Spätaussiedler? Immerhin hat er einen doitschen Urgroßvater. Bei den Russen reichte der Besitz eines deutschen Schäferhundes, auch wenn sie kein Wort Deutsch sprachen. Da ist der Carlo weiter.
@ Elfigy
Na ja, mit dem Bösesein hat es ja leider nicht geklappt.
Hallo Carlo,
ich verstehe sehr gut, dass du die deutsche Staatsbürgerschaft haben möchtest, wenn du dich als Deutscher fühlst, weil du deutsche Vorfahren hast.
Damit bist du in Südafrika ja nicht allein.

Dehos Vorschlag, es mal in Australien zu versuchen, geht an deiner Frage vollkommen vorbei. Du willst als Deutscher anerkannt werden, nicht nach Australien auswandern. Sonst hättest du das erwähnt.

Selbstverständlich könntest du einen Antrag stellen auf Permanent Residency in Australia. Wir 25 Millionen Australier nehmen in diesem und im nächsten Jahr 160.000 Einwanderer auf.
Wir sehen uns allerdings die Antragsteller sehr genau an, denn wir beschützen unser Land und Leute.

Die Kosten für ein Permanent Residency Visa beträgt zwischen $2275 und $7000 (Rand 22,750 und Rand 70,000) – € 1438 bis € 4423.

Die meisten Visas werden erteilt für »Skilled Labour« and »Family Reunion«.
Es gibt Verzeichnisse über sowas...
Carl Heinrich oder Alfred Eduard sind Kandidaten.

http://www.safrika.org/Names/NatalerNamenM-R.html