User Image User
User Image User

Noch Fragen?

Wie seht ihr das mit dem "Fracking" ?

Sollte das grundsätzlich verboten werden? In Niedersachsen findet schon "Probefracking" statt.
Frage Nummer 57911
Antworten (12)
Als die erste Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth fahren sollte, wurde gewarnt, daß die Fahrgäste ab 20 km/h keine Luft mehr bekämen und der Kreislauf zusammenbräche. Teufelswerk!
Wir haben durch alle möglichen Gruppen mittlerweile eine Technikskepsis und Fortschrittshemmung entwickelt, die rational nicht mehr zu erklären ist.
Im übrigen ist die Erde eine Scheibe!
Außerdem wollte ich immer schon mal einen Frack tragen!
Gegen die Erforschung alternativer Fördermöglichkeiten ist m.E. nichts einzuwenden. Stellt sich aber dabei heraus, das die Methode mit unwägbaren Risiken verbunden ist, sollte man entsprechende Vorhaben im Vorfeld aufgeben. Leider stehen wirtschaftliche Interessen (Profitgier) immer noch über Umweltschutz und Gesundheit der Bürger.
hmmm Amos, das bedeutet also: lassen wir Politik und Wirtschaft mal machen, es wird schon klappen ?? Dann möchte ich nicht wissen, wie es inzwischen auf unserem Planeten aussehen würde.
Lieber Musca: das Forum ist dafür nicht geeignet, ich könnte stundenlang darüber diskutieren. Nur ein Punkt: durch Fracking würden Erdbeben ausgelöst. Wer das behauptet, will Volksverdummung betreiben. Ich lebe im Revier, wo die Erde seit hunderten Jahren durch den Bergbau durchlöchert wurde wie ein Schweizer Käse. Bis auf ein paar eingestürzte Stollen, was jeder wußte, ist nichts passiert. NRW steht noch! Aber wie gesagt: die Diskussion "sprengt" den gesetzten Rahmen.
Ergänzung: und wenn jemand gesagt hätte, wir dürfen im Umkreis von 10 Kilometern keinen zweiten Förderturm errichten, wegen der Optik: die Leute hätten sich kaputt gelacht! Wer hat denn den Wohlstand in D geschaffen: das waren keine Schals strickende Grüne sondern hart arbeitende Leute, die hier im Revier sich krumm gelegt haben!!! Wir scheißen uns heute in die Hose wegen Pipifax, ich könnte kotzen. Wer den Fortschritt aufhalten und damit verbesserte Lebensverhältnisse verhindern will, sollte nach Takatukaland oder in sein Wolkenkuckucksheim. Dort ist er besser aufgehoben!
@Amos: Du hast im Allgemeinen durchaus recht. Wann immer sich heute eine neue Technik regt, ist wer dagegen. Im Stern war letztes Jahr mal ein Bericht über "Wohnen im Grünen". Da stellt sich ja immer die Frage: bleibt das so grün. Ganz ernsthaft wurde folgende Empfehlung gegeben: wannimmer woimmer wasauchimmer ein größeres Projekt geplant wird, gibt es GARANTIERT eine lokale Bürgerinitiative, die dagegen kämpft. Gibt es da, wo Du hinziehen willst, keine solche BI, dann ist da auch wirklich derzeit nichts geplant.
.
Aber bezogen auf Fracking habe ich ein Problem damit, dass Chemikalien in den Boden gepresst werden sollen, die im Zweifelsfall nicht gesundheitsfördernd sind und zumindest zum Teil da verbleiben.
Und Fracking ist keine "Zukunftstechnologie". Die vermuteten Gesamtgasvorräte in ganz D würden vielleicht zwanzig Jahre den aktuellen Verbrauch decken (wenn man sie denn komplett heben könnte!). Das ist ein zeitlicher Fliegenschiss und DAFÜR wären mir die Folgen zu unangenehm.
... und noch als Ergänzung: ich glaube nicht, dass Du wirklich die Zeiten zurückholen möchtest, als die Emscher die schlimmste Kloake Deutschlands war, wo man den Himmel in Duisburg vor lauter Qualm kaum noch sehen konnte, wo man die Wäsche draußen kaum trocjnen konnte, weil der Kohlenstaub dafür gesorgt hat, dass sie nicht weiß blieb und die "hart arbeitenden" Kumpel wegen Pneumokoniose das Rentenalter nicht mehr erlebten.
@Amos: ich glaube, wir reden aneinander vorbei. Mir jedenfalls geht es um vernünftigen Fortschritt und der Einbindung der technologischen Möglichkeiten zur Verbesserung der Lebensqualität aller, nicht einiger wenigen Konzerne. Ich glaube nicht, dass Du es so prickelnd fändest, wenn die Kumpels in Deinem Revier z.B. unter chinesischen Bedingungen arbeiten müssten, wo regelmässig Dutzende oder Hunderte unter Tage verrecken, weil Sicherheit nicht gefragt ist. Genauso rege ich mich über Kernkraftgegner auf, welche nun den Bau von Windkrafträdern verhindern wollen.
Ich wehre mich einfach nur gegen spinnerte Utopisten, die glauben; Herr, laß Manna regnen! Und alles wird gut! So ist es nicht, sondern jeder muß etwas dazu beitragen und evtl. auch Einschränkungen in Kauf nehmen. Und wenn das Windrad vor der Haustür in 500 Meter Entfernung einen Schlagschatten wirft, nicht gleich zum Amtsgericht läuft!
DasProblem mit dem Fracking ist, dass niemand, weder die Befürworter noch die Gegener, weiß, was die unmittelbaren und mittelbaren Folgen sind. Alles ist höchst spekulativ. Aber genau aus diesem Grund kann niemand sagen, dass dieses Verfahren ungefährlich wäre.
Normalerweise setzt man eine neue Technologie erst ein, wenn genügend erprobt und Erfahrungen gesammelt wurden. Dies unterbleibt hier. Eine seriöse Risikoabwägung ist nicht möglich. Und das ist das Beängstigende.
@bh-roth: genau wollte ich mit meinem 1. Beitrag ausdrücken. Wenn ich aber mitbekomme, dass z.B. Gutachten zu Gorleben "hingebogen" wurden von der damaligen Regierung, KKW-Fukushima in einem Erdbeben-und Tsunamiegefährdeten Gebiet aufgestellt wurde, Tiefseebohrungen nach Erdöl vorgenommen werden, ohne im Ernstfall wirklich reagieren zu können...das alles sind Fakten, keine spinnerten Theorien.Die Liste lässt sich beliebig lange fortsetzen.
Ihr habt schon alles geschrieben Musca und bh_roth. Ich meine, alles was nicht absolut sicher ist, sollte man unterlassen und auf das "Manna, das von Himmel fällt", verzichten. Jedenfalls bei Unternehmungen, die so weitreichenden Schaden anrichten können.