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Noch Fragen?

Wie sollte man eine gusseiserne Pfanne pflegen, damit sie nicht rostet?

Frage Nummer 8712
Antworten (7)
Nie in die Spülmschine, nicht wirklich auswaschen, die werden nur ausgeschabt und mit Küchenpapier und Salz saubergemacht. da bleibt immer etwas fett zurück. so etwas lohnt sich aber nur für eine echte Arbeitsküche, wenn die Pfanne mal ein Jahr rumliegt, wird sie dennoch rosten. Echten Langzeitschutz gibt es nicht, organische Fette werden irgendwann ranzig, mineralische Fette gehen wegen Lebensmittel nicht ...

ach ja und klar übeträgt der offene Guss immer den geschmack - du kannst also nicht heute Fisch braten und morgen Bratkartoffeln - also wie gesagt: eher etwas für Anspruchsvolle. wenn du für bohnen nur kupfertöpfe nimmst, wirst du damit glücklich, sonst eher nicht
Mit heißem Wasser per Hand spülen, wenn erforderlich wenig Geschirrspülmittel einsetzen, sofort abtrocknen und anschließend mit einem geschmacksneutralen Speisefett wie z.B. Palmfett (Palmin) oder Palmöl einfetten.
Anschließend die Pfanne noch auf dem Herd etwas erhitzen, aber so, dass das Speisefett nicht verbennt. Dieses Erhitzen treibt die letzten Wasserreste aus und verhindert das Rosten.
Nach dem Abwashc immer penibel trocken machen, abgeschlossen lagern und eben stets von Feuchtigkeit fernhalten. Zudem regelmäßig intensiv schrubben und mit biologischen Reinigungsmittelns die Instandhaltung gewährleisten, dann kann eigentlich nichts schief gehen.
Solch eine Pfanne sollte möglichst nicht nass gereinigt werden. Und wenn doch, dann nur ohne Spülmittel. Anschließend immer gut einfetten. Wenn man sie unter dem Wasser reinigen musste, stellt man sie danach auf eine warme Herdplatte zum Trocknen. Ansonsten einfach immer nach dem Braten mit einem Küchentuch auswischen, das reicht schon als Reinigung.
Traditionell hat man sie nach dem Abspülen eingefettet. Etwas unhygienisch und auch nicht ganz geschmacksneutral... Wir beschränken uns darauf, sie in Papier-Küchentücher einzuwickeln und so Feuchtigkeit fernzuhalten. Und ein bisschen Rost ist gar nicht ungesund ;)
Teil 1:

Erst mal, kaum eine Gusseisenpfanne ist so, wie sie aus der Gussform kommt.

Das Wenigste ist wohl eine Brünierung (mal googlen), das heisst das Eisenstück wird quasi in Natronlauge gekocht und läuft dabei schwarz mit Eisenmonoxid FeO an das ist schon ein gewisser Rostschutz, mit etwas Fett wird es dann noch besser. Wenn die fleissige Hausfrau diese Brünierung erst mal kaputt gemacht hat mit Spülmaschine, intensivem Scheuern mit "Abrasives" etc. ist guter Rat teuer.... (nämlich eine neue Pfanne)

Der "Mercedes" unter den Herstellern, Le Creuset emailliert seine Kochgeschirre, innen schwarz und aussen schwarz oder farbig (meist orange), trotzdem, die "Nahtstelle" zwischen den Emaillierungen bleibt empfindlich.

Puristen reiben diese Pfannen eben nur mit Küchenkrepp aus, scheuern ist verboten (siehe oben). Zum Einfetten kann ich Reisöl empfehlen, das verharzt nicht und wird nicht ranzig und ist geschmacksneutral.
Teil 2

......und wenn man "Angebranntes" so nicht ab bekommt? Geheimtipp von mir: In ARIEL-Lauge einlegen! Aber äusserste Vorsicht! Es dürfen keine Körner mehr in der Lauge sein, die sich absetzen und Lochfrass (in der Brünierung) erzeugen. Absetzen lassen und dann Pfanne (natürlich ohne allfälligen Holzgriff) "verkehrt herum" einlegen, so dass sich auf der empfindlichen Naht keine Körner aus der Lauge (Diatomeenerde, Silica etc.) absetzen können und bitte nicht länger als unbedingt nötig! Danach wieder einfetten !

In professionellen Küchen hat so eine Pfanne ja auch nur ein paar Stunden "Nachtruhe" und gar keine Zeit zum Rosten. Andererseits hat eine schwere Gusseisenpfanne natürlich unschlagbare Vorteile, wenn man da ein Steak reinschmeisst, zischt es und die Poren schliessen sich. Wenn man das Steak bei einer leichteren Pfanne dann wendet, zischt nichts mehr, die ist durch den ersten Zisch abgekühlt, egal ob mit sous vide vorgegart oder nach alter Hausfrauenart zubereitet....