User Image User
User Image User

Noch Fragen?

Wie stoppt man eine betagte Verkehrsgefahr?

Unsere 84 jährige Nachbarin kann fast nicht mehr auf den Beinen stehen, fährt aber noch täglich ihren Wagen durch die Gegend. Aus unserer Sicht unverantwortlich. Ein Unglück scheint nur eine Frage der Zeit zu sein. Und damit meine ich nicht, dass sie irgend wann vom Garagentor erschlagen wird.
Der nächsten Angehörigen, einer Nichte, und dem ambulanten Pflegedienst ist diese Problematik bekannt, schaffen es jedoch nicht, sie zur Vernunft zu bringen.
Unterstützung, für einen Einkauf von unserer Seite, nimmt sie nicht an, da sie zu stolz ist.
Was tun? An wen wendet man sich?

PS: Kann sein, dass die gleiche Frage noch einmal als Gastfrage kommt. Konnte mich heute morgen über das Telefon nicht anmelden...
Frage Nummer 3000073179
Antworten (34)
Ich befürchte, da kann man nix machen.
Reden, reden, reden...
Fragt doch eine der anwesenden Damen . . .
Die Führerscheinstelle im Straßenverkehrsamt wäre die erste Anlaufstelle. Die kann dann eine Untersuchung auf Fahrtauglichkeit veranlassen.
Ob sie es macht auf Dein bloßes Gefühl hin sei mal dahingestellt, aber Versuuch macht kluuch.
Schwierig. So lange sie noch richtig steuern kann. Besser wäre, Nachbarin, die Nichte und den Pflegedienst einzubeziehen, bevor Du Dich an eine Behörde wendest.
Das ist wie bei Alk Fahrern, wenn sie zu besoffen sind, zu stehen, setzen sie sich ins Auto und fahren nach Hause oder in die nächste Kneipe.
Und genauso gut oder schlecht ansprechbar ist eure Omi auch.
Wir haben für einen hartgesottenen Oldi eine Feier organisiert. Dort bekam er Urkunden für sicheres und gutes Fahren. Dankesbrief für die Abgabe des FS und jede Menge Geschenke. In dem ganzen Trubel hat er gar nicht mitbekommen dass er wirklich seinen Schein abgegeben hat.
Sein Kommentar am nächsten Tag: "Wenn ich so leicht zu beschubsen bin, soll der Schein auch wegbleiben."
So eine haben wir in der Nachbarschaft auch. Kann ohne Rollator und stöhnen "ich kann nix mehr" keinen Fuß vor den anderen setzen, hat schon son Elektrorolli, Fahrradfahren hat sie mittlerweile aufgegeben aber fährt noch mit dem Auto. Ich bin schockiert.
In der Frage vermisse ich die Information, ob sie denn noch geistig fit genug ist, um Auto zu fahren. Da steht nur, dass sie fast nicht mehr auf den Beinen stehen kann, aber die Beine haben nichts mit dem Gehirn zu tun. Außerdem scheint sie noch in der Lage zu sein, ihre Einkäufe selbst zu tätigen, und da wird sie kaum mit dem Auto durch den Supermarkt fahren. Womit rechtfertigst du also die ungebetene Bevormundung?

In unserer Nachbarschaft gibt es eine alte Dame, die keinen Führerschein hat, aber dennoch selbstständig mobil sein möchte. Die fährt mit einem überdachten Elektromobil (so etwas wie ein elektrischer Rollstuhl). Vielleicht wäre das eine Lösung, ist auch billiger als ein Auto zu unterhalten.
Psychisch kann ich ihr das nicht absprechen, aber physisch hab ich da meine großen Zweifel.

Allerdings, wie viele fahren noch mit besonderer Parkgenemigung die kaum aus dem Auto kommen.

Beim Autofahren müssen alle fünf Gliedmaßen in hunderstel Sekunden funktionieren, Beine, Arme und Kopf.
Nee nee... fit im Kopf oder nicht, es kommt ja nun mal auch auf den Körper an.

Hab mal iwas gelesen, dass eine Stunde Autofahren (Autobahn?) so anstrengend ist wie ein Arbeitstag.

Und in dem Alter hält man keine Stunde mehr am Stück durch.

Bis die Dame im Notfall reagiert hat, regnet es Leichen.

- Absatz -

Auf der anderen Seite würde ich mir verbieten wenn jemand an meiner Fahrtüchtigkeit ruminterpretiert.. aber ich bilde mir auch ein, rechtzeitig zu merken, wenn es nicht mehr geht.
Eibildung ist auch eine Bildung.

- Absatz -

Ich wäre für ein zweijahrliches Prüfungsverfahren.
So ähnlich wie TÜV.
Man geht da alle zwei Jahre zum Simulator und bekommt für weitere X Jahre den Schein.
Darf aber natürlich nichts mehr kosten, Steuern auf alles inclusive Sprit und Maut rufen mehr als Laut, das Geld was durch die Autofahrer reinkommt, auch wieder zweckgebunden auszugeben.
Das mit der körperlichen Eignung scheint bei der 84-jährigen Nachbarin noch zu funktionieren, jedenfalls hat Albinez nicht erwähnt, dass irgendwann irgendetwas vorgefallen ist, objektiv gibt es keinen Anhaltspunkt, warum sie nicht Auto fahren sollte. Die Beschreibung ist eher subjektiv gehalten, wie z.B. alte Leute sollten kein Auto mehr fahren dürfen. In diesem Fall nur, weil es Albinez persönlich nicht passt, ein objektiver Grund ist nicht erkennbar.
Geistig ist die Dame noch sehr fit. Jedoch geht körperlich nicht mehr viel. Sie braucht die 20 Meter von ihrer Souterainwohnung bis zu ihrer Garage 5 Minuten mit Pause. Den Müll schafft sie nicht mehr selber zu entsorgen, da sie zu schwach ist. Letztens war es nur Zufall, dass ich vorbei kam, und sie im letzten Moment davor bewahrte, vom Garagentor erschlagen zu werden, welches sie gerade schließen wollte. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Gute es schafft, rechtzeitig vor einem Kind zu bremsen, welches auf die Straße läuft. Und dass hat nichts mit meiner persönlichen Meinung zu tun. Das schätzt die Nachbarschaft auch so ein. Wir sind zwar keine Gutachter, aber manche Dinge könnten nicht offensichtlicher sein.
Die Idee mit dem Elektrowägelchen werde ich auf jeden Fall einmal anbringen. Da wäre sie noch mobil, und keine all zu große Gefahr für Kinder und auch andere Kraftfahrer.
Um zu entscheiden, ob jemand dement ist, ist ja hier Dorfdepp Spezialist. Er kann das meist sogar beurteilen, ohne diejenige Person je gesehen zu haben.
Zombijaeger,
ich habe nichts beurteilt. Ich habe nur angemerkt, dass nichts über den geistigen Zustand der Dame in der Frage erwähnt wurde. Aber das Auswerten gegebener Informationen scheint nicht dein Ding zu sein.
Albinez,
sollte ich das richtig lesen ist bisher noch nichts, aber auch gar nichts passiert.
Der Wagen ist nicht verschrammt von vielen ungeschickten Einparkversuchen, fast blind scheint die Dame auch nicht zu sein.
Einmal hat sie BEINAHE das Tor der Garage auf den Kopf bekommen, da hätte ......
Sie ist ja wohl eher eine Gefahr für sich als für andere, und du möchtest ihr einfach so, wegen deines Eindrucks, verbieten, weiterhin unabhängig mobil zu sein?
Möchtest du, dass dir später jemand nur aufgrund deines Alters den Führerschein abnimmt? Wirklich?
Als Nachbar hast du in keinster Weise die Kompetenz dazu, und das ist auch gut so,
Es ist weder sinnvoll noch zulässig, unsererseits die Situation zu beurteilen oder Albinez' Verhalten zu werten.

Die alte Dame ist eine Gefahr für andere oder nicht. Wir wissen es nicht. Genau dafür gibt es zuständige Stellen, die berechtigt und in der Lage sind, die Situation zu prüfen.

@Moony: Deine Empathie in allen Ehren, aber wenn sie eine Gefahr für andere darstellt, wäre es fahrlässig, das zu unterlassen.
Ich kenne das aus dem eigenen Familienkreis. Auch da ist trotz schwerem Parkinson "nichts, aber auch gar nichts" passiert.
Was natürlich damit zusammenhängen könnte, dass der Betreffende am Ende mit 40 über die Landstraße gezuckelt ist. Das ist auch nicht zielführend. Letztendlich aber hat er es eingesehen (wobei: "eingesehen" bedeutet, dass er nicht mehr gefahren ist - den Führerschein hat er meines Wissens heute immer noch ...)
1 Stunde Autobahn soll einem Arbeitstag entsprechen? Kann ich mir nicht vorstellen. Bin gestern von der ungarischen Grenze nach Köln gefahren. 1100 km. Husch, war ich da. Gesamtreisezeit 12 Stunden. Mit Pausen. Ich bin auch nicht mehr der Jüngste. Aber nach der Rechnung hätte ich 10 Arbeitstage am Stück gearbeitet. Kann also nicht stimmen.
Für Außenstehende gibt es praktisch keine legale Möglichkeit, einen betagten Autofahrer zum Fussgānger zu degradieren. Da müssten dem Ordungs- oder Strassenverkehrsamt schon von mehreren Seiten belastbare Vorfälle zugetragen werden. Und selbst dann würde die Feststellung der Fahruntüchtigkeit noch Jahre beanspruchen.
Das kenne ich auch. Man weiß, dass es nur eine Frage der Zeit ist wann etwas passiert.

Wenn die Dame so stolz ist, ist sie offensichtlich auch dumm.
Ich würde es dem Straßenverkehrsamt und/oder der Polizei melden. Dann ist man selbst aus der Verantwortung raus.
@Camo: Wie schon in anderen Antworten zu lesen, steht es uns nicht zu, ein Urteil zu fällen, auch nicht darüber, ob die Dame stolz und/oder dumm ist! Und auf was hin bitte will man offizielle Stellen - welche auch immer - einschalten, nur weil man den Eindruck hat, die Dame KÖNNTE VIELLEICHT JETZT oder BALD oder IRGENDWANN einmal im Straßenverkehr sich selbst oder einem Anderen schaden? Und das Garagentor könnte auch Dir FAST auf den Kopf fallen, ist keine Frage des Alters :-)
Camo
Noch so ein Schnulli, der glaubt, er könne sich aufgrund von hören-sagen ein fundiertes Urteil bilden.
Lächerlich.
Natürlich steht es uns nicht zu ein Urteil zu fällen.

Aber die Führerscheinstelle des Ordnungsamtes darf eine Überprüfung, mittels MPU oder Probefahrt, anordnen und bei entsprechendem Ergebnis den Führerschein einziehen.

Die werden auch bei einer Anzeige eines begründeten Verdachtes aktiv.

Auch wenn einige lieber warten möchten, bis es einen Unfall gegeben hat, ist es sicherlich besser vorbeugend tätig zu werden.
Die Führerscheinstelle kann ja auch zu dem Schluss kommen, es ist alles in Ordnung.
@Skorti: Die Betonung liegt auf "begründet". Wenn Du dann nur mit dem Alter und einer gewissen langsamen Gehweise der Lady kommst, wer weiß, ob das reicht oder hast Du am Ende noch gegen das AGG verstoßen ...
Natürlich kann man das trotzdem vorsorglich machen, aber es wäre für die Betroffene wahrscheinlich 10 x schlimmer bzw. entwürdigend, wenn sie zu solchen Prüfungen bestellt wird, als wenn man das im Kreise der Familie/im sozialen Umfeld liebevoll versuchen würde. Wer will denn mit der Nase darauf gestoßen werden, dass die Nachbarschaft dafür gesorgt hat, dass man ggf. zur "Mobilitätsausmusterung" bestellt wird ...
Natürlich kann eine ältere Person, die auf dem Weg zum Wagen sich kaum auf den Beinen stehen kann, in einem Notfall das Bremspedal fest und entschlossen durchtreten und wird 5 Meter vor dem Kleinkind auf der Straße zum stehen kommen.

Ich greif mal in meine Kindheit/Adoleszenz zurück.
Im Haus in dem wir wohnten, wohnte auch ein Bäckergeselle, der jeden Tag um die Mittagszeit von der Arbeit kam. Der Wagen wurde immer recht schräg geparkt, die Strecke zur Haustür schwankend zurückgelegt. Alle im Haus waren der Ansicht, der Mann fährt jeden Tag besoffen nach Hause.
Keiner hat die Polizei eingeschaltet, keiner hat ein Amt informiert.

Eines Tages kam er nicht Mittags nach Hause, erst später hat man ihn wieder gesehen, allerdings nie mehr Auto fahrend.
Laut Zeitung hat er auf dem Heimweg mit über 2 Promille einen schweren Unfall mit Personenschaden verursacht. Zum Glück ohne Tote.

Dieser Unfall hätte verhindert werden können, von jedem der Nachbarn.
@ dschinn

Tut mior leid, das muss sein:
Du kannst dir verbieten, was du willst - aber es heißt in deinem Satz verbitten.
Vielen Dank für die zum Teil anregenden aber auch nachdenklich machenden Kommentare.
Wir werden auf jeden Fall weiter im Gespräch mit der Dame, aber auch ihrer Nichte und dem Pflegedienst bleiben, um sie vielleicht zur Vernunft zu bringen.
Ich möchte auch noch mal darauf hinweisen, dass mir nichts ferner liegt, um der alten Dame ihr letztes Bisschen Lebensqualität zu nehmen. Jedoch stehe ich mit meiner Sorge nicht alleine da. Auch eine enge Angehörige und der ambulante Pflegedienst (der sicher nicht täglich kommen würde, wenn die Dame keine körperlichen Einschränkungen hätte, die es ihr nicht mehr möglich machen, sich ausreichend um ihr Wohl kümmern zu können) haben erhebliche Sorgen. Hinzu kommen auch noch andere Nachbarn, die ich nicht so einschätze, dass sie sich leichtfertig ein Urteil bilden.
Daher habe ich mich auch an die WC gewandt, um mir nicht ein paar Anregungen zu holen, und nicht leichtfertig irgendwelche Schritte einzuleiten.
Ich bin mir ganz sicher, dass wenn wir nicht auf dem Land leben würden, schon lange etwas passiert wäre (mehr als ein paar Kratzer vom Einparken.
Und schön, dass der Thread mal nicht ausgeartet ist, und nach dem dritten Post OT war, oder in einer Beleidigungsorgie endet. Hätte ich nicht erwartet.
Man kann nach Jahren auch mal eines Besseren belehrt werden.
so was peinliches aber auch.

Aber gut für Dich, wieder ein Punkt mehr auf der Liste der fleißigsten User.
äh das war für das Renntier, da ist Albinez dazwischen gerutscht.
2 ältere Herren aus meinem Bekanntenkreis handhabten das sehr unterschiedlich.
Der eine entschied einfach, seine Zeit des Autofahrens sei vorbei, und verschenkte seinen Wagen.
Der andere, etwas gehandicapt, war fix und alle, als ihm eröffnet wurde, daß seine Augen so langsam zu schlecht seien zum Fahren. Er läßt sich seitdem sehr gerne durch die Gegend fahren. An guten Tagen fährt er in Begleitung kurze, seit 40 Jahren bekannte Strecken, und die gut und sicher. Aber den Lappen abgeben....kommt glaub` erst in 5 Jahren in Frage.
Dschinn
Für deine Rechtschreibschwäche kann ich nichts, aber leider muss ich dich nochmal korrigieren - es heißt der Rentier, nicht das Ren(n)tier.
Der einzige, der hier rennt, bist offenbar du, nämlich hinter der Erkenntnis her.
Albinez

So ganz nebenbei:

Wer hat festgelegt, dass die alte Dame eine "betagte Verkehrsgefahr" ist?
Die Kompetenz dieser Leute möchte ich an dieser Stelle in Frage stellen.
Wenn man schon eine Gefahr für was auch immer feststellt, muss man der Gefahr auch unmittelbar begegnen.
Denke mal darüber nach.
Auch wer nicht mehr auf eigenen Beinen stehen kann, kann immer noch mit dem Auto fahren. Oder laufen Sie in Ihrem Auto?
Lasst die Dame doch fahren, sie wird schon wissen was sie tut!
Zumal es ab einem gewissen Alter gefährlicher ist mit den Öffis zu fahren als mit dem Auto! Im Bus könnte ihr viel mehr passieren als hinter dem Steuer.
Mir persönlich ist es lieber ältere vorsichtigere Fahrer im Straßenverkehr zu haben, als diese tollwütigen Fahranfänger, die denken Deutschlands Straßen sind eine Rennstrecke!