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Noch Fragen?

Wie viel Eigenkapital brauchen wir bei einer Baufinanzierung?

Mein Mann und ich möchten ein Reihenhaus kaufen, doch wir sind uns uneins, wie groß unser finanzieller Grundstock sein sollte und ob wir alles verfügbare Geld in die Immobilie stecken sollen.
Frage Nummer 488
Antworten (4)
Auch in einem neuen Haus geht mal was kaputt (Elektrogeräte etc.), so daß man ein wenig Geld dafür zurückbehalten sollte. Die Finanzierung muß zudem genügend Spielraum lassen, um sich ab und an mal was zu gönnen, denn jahrelang nur für ein Haus zu leben, ist belastend für die Beziehung. Problematisch dürfte heutzutage sein, daß die Immobilienpreis sinken und so Banken bei der Bewertung Angstabschläge machen, also ein möglichst hohes Eigenkapital fordern. Sinnvoll wäre hierbei sicherlich ein Anteil von 15-20% und eine lange Zinsbindung, denn niedriger werden sie nicht.
Ich kenne die Faustregel, dass man mindestens über 20 Prozent Eigenkapital verfügen sollte, wenn man erwägt, eine Immobilie zu kaufen. Letztendlich spielt aber auch eine Rolle, ob man gut verdient und man für die Baufinanzierung hohe Monatsraten tilgen kann.
Wenn Sie selbst in das Reihenhaus einziehen wollen, sollten Sie möglichst viel eigenes Geld einbringen. So haben Sie einen geringeren Kapitalbedarf bei der Baufinanzierung, häufig bekommt man auch bessere Zinskonditionen. Beachten Sie aber, dass Sie finanziell flüssig bleiben, falls unvorhergesehene Kosten auftreten.
Wollen Sie ihre erworbene Immobilie vermieten? Wenn ja, dann sollten sie aus steuerlichen Gründen nur soviel an Eigenkapital einsetzen, wie die Bank für erforderlich hält, um die Baufinanzierung zu leisten. Eine Überlegung ist es auch wert, dass man nicht sein gesamtes verfügbares Geld in die Immobilie steckt, sondern auch in andere Anlageformen.