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Noch Fragen?

Wie werden Radioplaylists aktualisiert?

Wer im Radio einen Song gehört hat und nicht weiß, was es war, kann im Internet eine Playlist des Senders aufrufen. Diese wird nach jedem gesendeten Musikstück aktualisiert, aber wohl kaum manuell. Natürlich erstellt die Musikredaktion die Listen im Voraus, aber zur Darstellung muss jedesmal der HTML-Code automatisch geändert werden. Weiß jemand, wie das geht?
Frage Nummer 3000064082
Antworten (18)
Im Normalfall über dynamische Javascript - Funktionen, ebenso wie Du z. B. bei eBay ersehen kannst, welche Anzahl begrenzt vorhandener Artikel bereits verkauft oder noch vorhanden ist.
HTML habe ich mal programmiert, Java kenne ich nicht, dann ordne ich das so ein. Danke für die schnelle und ordentliche Antwort.
Gern geschehen, für die Einen ist es eine Wissenscommunity, für manch Anderen nicht.
BTW: Der Singular "Anderen" hat seinen Sinn.
Leider. Mir sind die Wissensfragen lieber, aber leider werden die hier selten. Im Moment überschwemmen psychopathische Nichtskönner aus irgendeiner abgelegenen Provinz dieser Welt diese WC mit intellektueller Diarrhoe, haben aber noch nie einen konstrukiven Beitrag zu einem Wissensthema geschrieben. Ironischerweise sind wir angeblichen Schmuddelkinder diejenigen, die das Niveau halten (nicht immer, aber wenn es drauf ankommt, schon). Aus Australien sind hier bisher keine niveauvollen Beiträge erschienen.
Keep cool, es wird besser werden.
Dorfdepp, BTW: auf einem PC kann man selbst programmieren, für Apple-User wird programmiert. Ein kleiner, aber wesentlicher Unterschied.
Es gibt den Singular »anderen« nicht und man schreibt »die einen« mit einer Minuskel am Anfang.
Weißt du noch den Unterschied zwischen Minuskel, Majuskel, Versal und Kapitälchen?

Gottseidank habt ihr in dieser WC ja einen Australier, der über eure deutsche Orthografie wacht.

machine, du güldener Ritter, rufe doch noch einmal Croc an. Du lungerst doch immer noch an ihr herum.

*lach* Paul
Heutzutage werden im Radio in aller Regel ja keine Platten, CDs, Bänder oder dergleichen mehr aufgelegt, sondern die Musik wird per Software von einem Fileserver geladen.
Das macht es einfach, mitzuprotokollieren, wann welches Lied aufgerufen wurde. Die Liste muss also nicht parallel von Hand mitgeführt werden, sondern das passiert automatisch, gewissermaßen als Nebenprodukt.

Mit einer Programmiersprache, wie Javaskript, Perl oder einer ganz anderen Sprache (Javascript ist für solche Zwecke, wie von Maschine erwähnt, aber sehr verbreitet), können dann die Daten aus der Datenbank ausgelesen werden und daraus HTML-Code erzeugt werden.

Das was an den Browser ausgeliefert wird ist also HTML (alternativ könnte es auch XML sein, aktuelle Browser können auch das interpretieren). Nur das der ausgelieferte Code nicht von Hand geschrieben wird, sondern von dem Java-, Perl- oder sonstwas Programm.

Je nachdem, wie häufig die Anfragen kommen, kann der HTML-Code dann entweder immer dann neu generiert werden, wenn sich in der Datenbank etwas ändert (das ist ja nur alle paar Minuten der Fall) oder aber er wird bei jedem Aufruf der Seite neu generiert. Das macht man normalerweise aber nur, wenn die Daten sich in sehr kurzen Abständen ändern und immer superaktuell sein sollen.
@ Matthew
Danke für die Antwort. Machine hatte es zwar schon geschrieben, aber mit der Beschreibung der Art, wie aktualisiert wird, ist es noch klarer geworden.
Mal so nebenbei: Die Musik in Radiosendungen werden nicht heruntergeladen, sondern auf einer Festplatte geliefert. Z.B. werden die Sendungen für das ORF-Radio von einer Firma in Deutschland auf eine Festplatte gespeichert, und dann per Kurier zum Sender gebracht. Jeden Tag.
Erstaunlich für mich ist, dass eine deutsche Firma für das Musik-Programm im österreichischen Radio verantwortlich ist.
bh, hier bei uns aber nicht, 1 Live zb, jeden Tag das selbe. aber 1000x schlimmer ist unser Lokalsender Antenne Münster, mind für eine Woche zu selben Zeit das selbe Lied. Und zwischem jedenLied "das Beste...." zum Wahnsinnig werden. noch Schlimmer, morgens um sechs haben die schon so gute Laune, da muß ich br******. Grauenhaft.
@bh_roth - eine ungewöhnliche Methode und ich kann mir, ehrlich gesagt, nicht wirklich vorstellen, dass das durchgängig praktiziert wird.

Radio ist live, lebt von live - und die Musik muss auf Ereignisse reagieren können. Ganze vorproduzierte Sendungen sind da doch hoffentlich die Ausnahme.
Ich war letztens in unserem lokalen Privatradiosender zu Besuch - da wird die Musik von einer zentralen Musikredaktion (für mehrere Lokalradios) gestreamt und von den Moderatoren jeweils nach ihren Wortbeiträgen "on air" gesendet. Das führt dann lustigerweise dazu, dass man das selbe Lied mit leichtem Versatz hört, wenn man von einem Lokalradio zum nächsten schaltet. Der einzige unverrückbare Punkt ist der Beginn der Werbung ...
@Opal: ich empfehle dann morgens um sechs WDR 3
... wobei man nicht vergessen sollte, dass man sich unerträglicher Radioprogramme durch einfachen Knopfdruck (bei solider Vorkriegsware alternativ durch leichtes Knopfdrehen) entledigen könnte ...
Ing, schwer vorstellbar, aber dennoch ist es so. Ich bin seit Jahren bekannt und befreundet mit dem Präsi der AKM, dem österreichischen Gegenstück zur deutschen Gema. Und war daher bei einer Sitzung anwesend, bei der es darum ging, dass im Össi-Radio mehr Lieder österreichischer Interpreten zu hören sein sollten. Dort kam dann zur Sprache, dass dafür auf den bayrischen "Festplatten-Lieferanten" dahingehend Einfluss genommen werden muss.
Ein weiterer Hinweis war vor Jahren, als ich einen LKW aus Ungarn nach Deutschland fuhr, und ich bei OE3 mit einem Musikwunsch live auf Sendung war (ich konnte mein Gespräch mit dem Moderator und meinen Musikwunsch kurz danach selbst im Radio hören). Nur der auf Wunsch zugesagte Titel wurde in der Laufzeit der Sendung (Durchfahrtzeit durch das Sendegebiet 23:00 Uhr bis 04:00 Uhr) während der laufenden "Live-Sendung" nicht gespielt- weil der Titel nicht auf der Festplatte war. Der Moderator der Sendung konnte in die Liedfolge nicht eingreifen.
Irgendetwas ist mit Österreich!

Eine Livesendung mit der Möglichkeit, sich telefonisch einen Musiktitel wünschen zu können, der dann aber nicht gespielt werden kann, weil er sich nicht auf der HD aus Bayern befindet. Das kann nur an den Mehlspeisen und den enthaltenen Kleistern liegen.

Ich sitze hier am Laptop. Auf der HD befindet sich ein Ordner mit Musik. Alphabetisch sortiert. Auf dem Rechner des Senders wird sich auch ein Musikordner befinden - nur eben viel umfangreicher. Da liegt die Überlegung nahe, dass der Moderator mit einem Klick den gewünschten Titel wählt, den der Techniker dann über den Sender verbreitet. Danach kehrt man zum geplanten Ablauf zurück. Für die Abrechnung mit der AKM macht der Moderator eine entsprechende Notiz in das Sendeablaufprotokoll.

Also, nur mal so in Kladde gedacht ...
bh_roth, mag sein, dass es, im Zuge von Kosteneinsparungen, so vorproduzierte Sendungen gibt, wie von Dir beschrieben.

Ich errinnere mich an alte Radiosendungen, mit Wunschkonzert, bei denen früher Wünsche per Telefon entgegen genommen wurden, dann wurde ein Praktikant ins Archiv geschickt, um dort die Platte zu besorgen und 10 Minuten oder eine viertel Stunde später wurde die dann aufgelegt. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass das bei irgend einem Sender noch so läuft. Weiß es aber natürlich nicht belastbar.

Ein Studienkollege und alter Freund von mir entwickelt und wartet Lösungen für den Rundfunk. Dort ist es so, dass das Archiv in digitaler Form besteht. Eine große Datenbank auf einem Server, allerdings nicht irgendwo in der "Cloud" (das wäre zumindest meine Assoziation zu "herunterladen"), sondern im lokalen Netz des Senders. In der Datenbank liegen dann nicht nur das musikalische Archiv, sondern auch Werbeeinblender, Jingels, Interviews und dergleichen. Der jeweilige Redakteur, kann dann in der Datenbank suchen, reinhören oder sie auch auf Sendung schalten, oder auch Listen erzeugen, die dann automatisiert abgearbeitet werden. Das Ganze wird so ziemlich flexibel. Die Praktikanten von damals sind allerdings nun arbeitslos geworden.
Was jeweils über den Sender geht, wird dabei automatisch mitprotokolliert.

Ohne jemals selbst in der Branche gearbeitet zu haben, wäre meine starke Vermutung, dass sich eine solche Lösung, so oder in ähnlichen Formen, mittlerweile zum Standard gemausert hat. Ausnahmen, wie gesagt, mag es geben.