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Noch Fragen?

Wie wetterfest ist ein Leimholz Carport?

Ich möchte gerne ein Leimholz Carport bauen, zweifle aber, ob dieses ausreichend witterungsbeständig ist. Was kann man tun, damit das Carport möglichst wetterfest wird? Ist das überhaupt möglich?
Frage Nummer 2521
Antworten (15)
Uneingeschränkt Ja, Leimholz steht bei der Wetterfestigkeit dem häufig verwendeten Nadelholz in nichts nach, reißt und verwirft sich weniger und ist höher auf Druck und Zug belastbar. Witterungsschutz erreicht man durch einfache konstruktive Maßnahmen, z.B. genügend Dachüberstand und die Verwendung von Stützenfüssen.
Keinesfall sollten die Stützen direkt auf dem Boden stehen. Gelegentlicher Schlagregen macht der Konstruktion hingegen nichts aus. Sollte der Carport gestrichen werden, würde ich unbedingt ein offenporiges Anstrichsystem wählen, damit eindringende Feuchte ausdiffundieren kann. Mit irgendeiner dichten Kunststoffpampe zerstört man auf Dauer jedes Holz.
Wie jedes Holz im Außenbereich ist auch Leimholz durch Dauerfeuchtigkeit (z.B.Staunässe) gefährdet, wie der Einsturz ganzer Sporthallen eindrucksvoll belegt hat.
Also durch konstruktive Maßnahmen Bodenkontakt, Schwitzwasser etc. unbedingt vermeiden und für Ablüftung sorgen. Dann steht der Sache nichts im Wege und der Bau ist durch die große Maßhaltigkeit der schichtverleimten Hölzer sogar leichter (aber auch teurer).
Viel Spaß und viele Grüße vom Holzwurm
Wenn man ein Leimholz Carport fertig kauft und nur noch selbst am gewünschten Platz zusammen baut, ist es in der Regel schon sehr wetterfest, da es vom Hersteller entsprechend bearbeitet wird.
Wichtig ist, dass das Leimholz Carport mit einer wetterfesten Farbe gestrichen wurde. Bei fertigen Carports ist dies meist der Fall, bei selbst gebauten sollte man dies so bald wie möglich erledigen.
Es genügt aber meiner Meinung nach nicht, ein Leimholz Carport nur ein einziges Mal zu streichen. Es sollte regelmäßig erneut mit einer wetterfesten Lasur oder dergleichen bearbeitet werden.
Also: Nie Holz in die Erde, egal welches, auch Druckimprägniertes Holz wird vergammeln. Leimholz ist im Rohzustand ungeschützt, daher als erstes eine Grundierung mit einer chemisch wirksamer Grundierung. Hinterher kann man gerne mit "Öko" drüber gehen. Am besten Lasuren, die das Holz noch atmen lassen.
Wir bauen seit 20 Jahren Carports aus Leimholz und so lange halten diese auch!
Ich bin mit meinem Mann auch gerade am planen ob wir einen Carport selber bauen sollen. Also es heißt wahrscheinlich eher ob ER einen eignen Carport selber bauen soll. Aber da ich auch ein bisschen mit helfen wollte habe ich mich zumindest schon mal ein bisschen selber versucht zu informieren und für alle die es auch noch interessiert habe ich genau zum Thema Leimholz beim Carport eine super Seite gefunden: Carport aus Leimholz

Vielleicht hilft es ja noch mehreren, ich bin jetzt schon gespannt, wie unser Projekt laufen wird.

Gruß
Marina
Außen-Holzfarbe ist gut geeignet, das ist das Zeug, mit dem die Skandinavier ihre Holzhäuser streichen. Die kann man immer wieder überpinseln. Nicht mit Lasur verwechseln.
atmendes Holz.....Zeug mit dem die Skandinavier ihre Häuser streichen......langsam entwickelt sich die WC zu einem Fachforum :)
Das ist die akademische Methode. Sich an eine Lösung herantasten. Try and Error.
Sorry Dara, aber skandinavisches Zeug oder atmendes Holz (von einem angeblichen Holzverarbeiter) sind für mich merkwürdige Aussagen.Möglicherweise waren die Skandinavier nie so dämlich wie einst unsere Denkmalschutzbehörden, die empfahlen lange Zeit bei der Sanierung von Fachwerkhäusern eine absolut diffunsionsdichte Dickschichtlasur auf Kunststoffbasis, mit dem Ergebniss, dass jahrhunderte alte Substanz binnen weniger Jahre wegfaulte.
Sorry Musca,

hier geht es doch um Leimholz. Das ist meines Wissens zusammengeleimtes, unbehandeltes Holz, das man im Baumarkt kaufen und daraus einen Carport bauen kann. Im Baumarkt bekommt man auch Außen-Holzfarbe und Außen-Lasur, ersteres heißt in Skandinavien Decklasur, zweiteres nur Lasur. Ersteres ist pigmentiert und damit lichtbeständig, zweiteres ist auch farbig, aber transparent und kann zur Stabilisierung mit transparentem Schutzlack überzogen werden. Ersteres kann man immer wieder überpinseln, bei zweiterem muss man den Schutzlack entfernen. Deswegen streichen die Skandinavier ihr unbehandeltes Holz erst mit einer Grundierung gegen Blauschimmel, und dann immer wieder mit Decklasur (Holzfarbe).
@Dara: wir nähern uns langsam an meine Antwort von 2010, Anstrichsystem bedeutet Grundierund und Deckanstrich, beides auf jeweilige Anforderungen abgestimmt
Heisst das eigentlich "der" oder "das" Carport?
siehe hier.