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Gast

Wieso sind Erdbebenschaeden bei gleicher Staerke so verschieden?

Christchurch in Neuseeland wurde kuerzlich von zwei Beben der Staerken 6,3 und 6,0 heimgesucht, mit erheblichen Schaeden sowie Verletzten und Toten. Das heutige Beben in der Naehe von Washington war auch um die 6,0, doch gab es kaum Probleme mit Gebaeude- und Personenschaeden. Wie kommt das?
Frage Nummer 24153
Antworten (6)
Na, nicht nur Lage und Tiefe des sog. Epizentrums sind sehr unterschiedlich, sondern auch Dauer und Frequenz des Bebens. Und natürlich, auf welche Bebauung sie treffen.
Ergänzend: Es kommt auch auf die Art der Bebauung und deren Erdbebensicherheit an.
Die Unterschiede zwischen 5,9 und 6,3 können erheblich sein ...

Lies das mal nach.....
Wichtig ist u.a. die Beschaffung des Untergrunds, die Art der Bebauung, die Dauer des Bebens usw. Ein Gebäude auf Moorgrund verhält sich völlig anders, als eines auf Grantigestein. Im Extremfall kann sich ein Untergrund fast wie eine Flüssigkeit verhalten. Je elastischer und leichter ein Bauwerk ist, umso leichter wird es ein Beben überstehen.
es kommt nicht nur auf die stärke (richterscala) an, sondern auch auf die tiefe des erdbebens. bei einer tiefe von 100 km sind die schäden nicht so stark wie bei einer tiefe von 10 km. selbstverstandlich spielt auch die konstruktion der häuser und gebäude eine grosse rolle . die meisten verletzten und toten sind durch mangelhafte -nicht erdbebenrestistente- bauten zu beklagen.
Die Folgen der Beben sind so verschieden wie die Bauweisen..... Lehmhütten, Ziegelhäuser oder Betongebäude und erdbebensichere Bauweise machen einen riesigen Unterschied. Auch krasse Hanglagen wie in den Tälern von China können leichter abrutschen und alles unter sich mitreissen. Billige Beton-Bauten und schlechte Infrastrukturen wie in Hawai führen zur Katastrophe. Japan zeigt, wie sicher die Gebäude gebaut und der Notfall geübt werden können. Der Tsunami wurde allerdings nicht in die Strategien einbezogen. Und der "Glaube an einen sicheren Betrieb" von AKW hat den Landstrich nun für Jahrzehnte (oder Jahrhunderte?) unbenützbar gemacht.