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Gast

Wieso steigt der Nahrungsmangel weltweit wenn wir mehr Fleisch essen?

Frage Nummer 65155
Antworten (15)
Grundlage für die Fleischproduktion sind Proteine (= Eiweiß). Proteine können nur von Pflanzen produziert werden. Um Fleisch-Proteine zu erzeugen müssen ein Mehrfaches an Pflanzenproteinen verfüttert werden. Je nach Fleischsorte Faktor 2 - Faktor 8, d.h. um 1 kg Fleischprotein zu produzieren benötigt man bis zu 8 kg Pflanzenprotein.
Da es nun keine Pflanze gibt, welche nur aus Proteinen besteht, muss dieser Faktor noch einmal mit dem Faktor 5 - 10 multipliziert werden, dass letztendlich zur Produktion von 1 kg Fleisch bis zu ca. 80 - 100 kg Pflanzen verfüttert werden müssen. Viele Völker leben praktisch nur von pflanzlicher Nahrung, weil Fleisch zu teuer oder generell nicht verfügbar ist. Da die Fleischproduzenten, meist Großunternehmen, an Fleisch mehr verdienen, als wenn sie pflanzliche Nahrung verkauften, fressen die Fleischesser den meist armen Pflanzenessern die Nahrung weg.
Fünf Sterne für die vorangegebene Antwort. In den 80ern galt Fisch noch als Alternative, angesichts der heutigen Überfischung ist das aber inzwischen auch abgehakt.
Deswegen sollte man sich nur noch von Wild, iberischen Schweinen, Weidelämmern und Froschschenkeln ernähren. Da kann man zumindest ernährungstechnisch und gesundheitlich nichts falsch machen.
Soylent Green wäre auch eine Alternative.
@Musca: Benimm Dich!
@machine: das hat man mir Jahrzehnte lang gesagt, hat nix genützt. Mal im Ernst, ich habe das nicht aus Spass gesagt, bedingt durch die bereits bestehende Überbevölkerung und einer Verdopplungsrate der Menschheit von wenigen Jahrzehnten rechne ich mit enormen Problemen im Bereich Umwelt und Ernährung.
Bedingt dadurch ist mit ebenso enormen sozialen Problemen zu rechnen.
@musca: im Mäuseexperiment hat man festgestellt, daß die Vermehrung aufhört, sobald der Lebensraum nicht mehr ausreicht.
@Amos: für diese Erkenntnis hätte ich kein Experiment gebraucht, so funktioniert die Natur seit Jahrmillionen. Nur beim Menschen scheinen diese Mechanismen nicht zu gelten.Kein Lebewesen hat es je je fertiggebracht, innerhalb eines Jahrhunderts nahezu sämtliche Resourcen aufzubrauchen.
Sie funktioniert bei anderen Arten auch nicht!
Die Population wird erst weniger, wenn keine Nahrung mehr da ist!
Rocktan, ich denke, Sie haben nichts kapiert. Wenn Sie ein 200 g Steak kaufen, werden hierfür ca. 2 kg hochwertiges Pflanzeneiweiß, z.B. aus Sojabohnen verfüttert, oder andersrum: ca. 4 – 5 kg Sojabohnen, da diese nicht zu 100 % aus Eiweiß bestehen..
Ich war beruflich längere Zeit in Indien und las in einer Zeitung, dass Indien einige 10 Tausend Tonnen Erbsen für den menschlichen Verzehr aus Kanada einführte, da die eigene Ernte nicht ausreichte. Was denken Sie, welch ein Sturm der Entrüstung losging, als berichtet wurde, dass diese Erbsen in Kanada als Viehfutter verwendet werden.
Man muss dazu wissen: Für ca. 500 Mio. Inder sind Erbsen und Bohnen so ziemlich die einzige Eiweißquelle. Manche Familien sind froh, wenn sie sich am Tag eine Mahlzeit mit Erbsen leisten können. Von dieser Mahlzeit werden die Familienmitglieder nicht überfressen, sondern leidlich satt.
Rocktan: So sieht es im überwiegenden Teil der Erde aus. Und dann überdenken Sie einmal Ihre Antwort.
@KHDecker: warum wird uns dann seit 2 Jahren Superbenzin E 10 mit 10% Pflanzenrohstoffen angepriesen?
@Amos: Dies zählt zu den Idiotien, zu denen insbesondere die deutsche Politik fähig ist. Umwelttechnisch ist dies völlig sinnlos, da für Anbau, Ernte und Verarbeitung der Ausgangsmaterialien beinahe gleich viel Energie aufgewandt werden muss, wie hinterher bei der Verbrennung frei wird. Und noch ein Effekt: Die Armen dieser Welt haben wieder weniger zu essen. Was derzeit diesbezüglich in der Politik abläuft, ist himmelschreiender Unsinn.
Aber: Er hört sich so schön "grün" an.
Ich esse nicht 5 Kilo Soja um ein Steak zu essen. Wenn ich ein Steak haben will kaufe ich mir eins. Und wenn es 7 mal die Woche ist.
@Amos: wenn ich auch nicht angesprochen bin...ich halte das Thema für sehr komplex. Lebensmittel als Treibstoff zu verwenden, obwohl m.E. durchaus die Technologie zu Alternativen besteht, halte ich für pervers. Weitere Monokulturen, Abholzung von Regenwäldern sind zu befürchten, aus reiner Profitgier. Wenn ich aber gleichzeitig in meinem kleinen Mikrokosmos an einem Tag ca. 100 Kg Spargel in einem einzigen Großmarkt (Metro) abhole, dieser durch unsachgemäße Verpackung und Lagerung über die Pfingstfeiertage verdorben ist, mache ich mir Gedanken. Es läuft was verkehrt in dieser Welt.
@Rocktan, es ist schon etwas schwierig mit Ihnen: Ich gehe davon aus, dass Sie kein 9 Monate altes Rind sind, dann bräuchten Sie 5 kg Soja um etwa die Eiweißmenge für 1 Steak mit 200 g zu produzieren.
Wir sind ein freies Land. Bei uns dürfen auch impotente Kerle mit SUVs mit einem Verbrauch von 25 l Treibstoff pro 100 km mit 250 km/h und über die Autobahn brettern. Genau so dürfen Sie sich natürlich Ihr tägliches Steak einfahren. Aber dann bitte niemals das Wort „Nachhaltigkeit“ und „die armen Menschen in den Entwicklungsländern“ in den Mund nehmen.
Und damit schließe ich meinerseits diese Diskussion ab!