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Noch Fragen?

Wieviel hat eigentlich die Aufgabe der D-Mark gekostet?

Und wieviel neue Arbeitsplätze hat der Euro gebracht? Sollte Deutschland den Euro aufgeben, würden immense Kosten entstehen. Woher eigentlich? Die DM muss nicht aufwerten, sie kann bei 2 DM pro Euro stehen bleiben. Die Schweiz hat es ähnlich gemacht, als der Franken stieg. Funktioniert.
Frage Nummer 48560
Antworten (12)
Wenn der Übergang von der DM zum Euro angeblich kostenneutral war, warum sollte es umgekehrt anders sein? Warum verlieren wir erheblich Arbeitsplätze, wenn der innereuropäische Handel in den letzten Jahren im Volumen gesunken ist? Es gibt keinen Grund, die DM aufzuwerten, sie kann auf dem Niveau des Euro bleiben. Damit lebt unsere Wirtschaft jetzt, warum sollte es zukünftig nicht mehr gehen?
Solange der Markt die Währungsrelationen durch Angebot und Nachfrage bestimmte, wurde die unterschiedliche Produktivität durch den Wechselkurs ausgeglichen. Beispiel: Die italienische Werkzeugmaschine war nach einer Abwertung der Lira für 90 statt für 100 DM zu haben. Das führte zu höherer Nachfrage nach italienischen Maschinen und damit auch zu Arbeitsplätzen in Italien. Wenn der Wechselkurs nun eingefroren wird, kostet die italienische Maschine 100 DM und dann kaufen die Kunden eben lieber die deutsche Maschine, denn die ist fortentwickelt worden und trotzdem noch für 100 DM zu haben. Daher führt ein fester Wechselkurs zu Arbeitsplätzen in den Ländern mit höherer Produktivität. Was passiert nun in den Ländern mit niedrigerer Produktivität?
Die Länder mit niedrigerer Produktivität können nicht mehr zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten. Konsequenz: Entweder die Betriebe werden subventioniert (gerne mit EU-Mitteln), um die weniger wettbewerbsfähigen Produkte wieder attraktiver zu machen oder die Arbeitslosigkeit steigt. Genau diese Effekte sehen wir derzeit in Italien, Spanien, Portugal, Griechenland usw. Würden wir heute also den Euro wieder gegen Währungen tauschen, deren Wechselkurse sich entsprechend der Leistungsfähigkeit der Volkswirtschaften entwickeln, so wäre das mit einer extremen Aufwertung der DM verbunden. Damit könnten sich die weniger produktiven Länder die deutschen Produkte nicht mehr leisten, der Umsatz würde in vielen Unternehmen zurückgehen und damit wären auch Arbeitsplätze betroffen.
Falls die DM deinem Vorschlag folgend nicht aufwerten würde, erzielst du im Vergleich zum Euro keinen Effekt. Und was ist mit den Schweizern? Die haben gemerkt, dass der starke Franken zu einem Einbruch des Exports führt, weil keiner mehr die teuren Produkte von Hilti, Esge und co. bezahlen kann. Der Einzelhandel in Grenznähe hat massive Umsatzeinbußen, weil alle in Deutschland einkaufen. Die Schweiz hat dann den Franken fest an den Euro gekoppelt. Bei einer kleinen Volkswirtschaft geht das auch, für Deutschland bliebe dieser Weg aus politischen Gründen verschlossen. Denn die anderen Länder würden sich zu recht dagegen wehren. Weitere mögliche Konsequenz von künstlich erzeiugten Wechselkursen ist ein Schwarzmarkt. Mal sehen, wann wir den bekommen. Dann haben wir hier usbekische Verhältnisse...
@ Stechus Kaktus
Die Logik ist umwerfend, sie wirft mich um. Das tun wir doch zurzeit, wir subventionieren unsere Kunden mit unserem Geld, damit sie unsere Produkte kaufen. Das ist so, als wenn ich im Restaurant sage, Herr Ober, bringen Sie Geld, ich möchte zahlen. Mit Marktwirtschaft hat das nichts mehr zu tun. Dem Steuerzahler wird irgendwann die Puste ausgehen, den Südländern Geld in die Tasche zu stecken, damit VW, Mercedes, Audi und BMW ihnen Autos verkaufen können. Den Firmen ist es egal, wer ihre Autos kauft, aber in einem meiner verlinkten Artikel steht, dass in Deutschland die Reallöhne seit 15 Jahren nicht mehr gestiegen sind, in anderen Ländern schon, aber auf unsere Kosten. Und das ist mir eben nicht egal
Korrekt gesehen und beschrieben, Kaktus. Mit der Einschränkung, dass kein Land der Welt seine Währung aufwerten kann - dass bestimmt tatsächlich der Markt über die Nachfrage (so wie der Swiss Franc durch europäische Anlagegelder massivst nachgefragt wurde jund jetzt sogar Strafzinsen erhoben werden). Eine neu deutsche Währung würde wohl mindestens 30-40% aufwerten! Was den Export etwas einschränken würde, dafür aber die Einfuhr (Energie) stark verbilligt und so auch automatisch die Inlandsnachfrage ankurbelt. Früher haben wir das stets im Griff gehabt
@ ing793
Das glaub' ich jetzt nicht. Wir sollen den Griechen Geld geben, damit sie bei uns mehr Panzer und U-Boote kaufen als sie jemals brauchen werden, und dafür sollen unsere die Arbeitslosen weniger erhalten, die mit dem Geld wenigstens die Binnennachfrage erhöhen könnten, damit hier Arbeitsplätze gesichert werden, mit denen die Arbeitslosen finanziert werden? Das gibt doch eine Differenz, die den Griechen zugute kommt und die hierzulande fehlt. Ich klink mich aus, bin im offenbar falschen Film.
Ach die Schweiz tut mir auch leid, mit Wirtschaftswachstum von ca. 1.5 %und praktisch keiner Neuverschuldung . Ist nur noch eine Frage von Jahrtausenden bis die pleite sind. Also ing, die Kirche im Dorf lassen und hier keinen Unsinn über die Schweiz verbreiten.
@ing

Was du da machst ist einfach unseriös. Du kannst keine aktuellen Daten mit PROGNOSEN vergleichen. In diesem Jahr liegt wird die Nettokreditaufnahme Deutschlands bei 34,8 Milliarden Euro liegen hier Damit muss auch verglichen werden!
Ich weiss, warum ich mich nicht in diese Themen einmische. Selbst 5 mögliche Beitraege a 1000 Zeichen reichen nicht um alle Aspekte zu bediskutieren. Bei Weitem nicht.
Vielen Dank für die bisherigen Antworten. Aber meine Frage war, wieviel die Aufgabe der D-Mark gekostet hat.
@ ing 793
Na, das ist doch ein Schnäppchen, gemessen an allen anderen Alternativen.