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Noch Fragen?

Wilhelm Busch schreibt:

Wer in Glaubenssachen den Verstand befragt bekommt unchristliche Antworten. Wie ist das zu verstehen bzw. wie hat er das gemeint?
Frage Nummer 96737
Antworten (16)
Er hat das so gemeint, wie er es geschrieben hat, Du doofe Stern-Tussi!
Lieber Meyerhuber: wieso stern-Tussi? Die Frage ist philosophischer Natur und deswegen schwer zu beantworten.
Mir fällt die Antwort leicht: Der christliche Glaube ist dem menschlichen Verstand überlegen. Über den menschlichen Verstand hat sich Albert Einstein einmal ziemlich eindeutig geäußert, das untermauert meine These.
@Meyerhuber Ich nehm`s gelassen, seit der WM sind wir ja alle um einen Stern reicher. @Dorfdepp Hat es Wilhelm Busch nicht eher atheistisch gemeint?
Es gibt auch einen Pfarrer, der Wilhelm Busch hieß. Also erst mal nachforschen, von wem dieses Zitat ist. IMHO muss das nicht atheistisch gemeint sein, sondern evtl. auch so, dass wir gewisse Spielregeln einfach brauchen.
Es ist jener von Max und Moritz gemeint: Wilhelm Busch
Die Frage überschreitet die Kompetenz dieser Wissenscommunity.
Schade, wo hier doch sonst die geballte Wissensmacht aller pensionierten, gelangweilten, arbeitslosen und interessierten (Möchtegern-)Akademiker vereint ist. :-) :-D :-)))
Vielleicht sind Deine Erwartungen zu hoch gesteckt??? Es ist eine Wissenscommunity von Experten auf ihrem jeweiligen Gebiet, mehr nicht.
Nichts für ungut. Es war einen Versuch wert.
Weiter so: interessante Fragen werden hier gerne besprochen. Nicht aufgeben!
Glaube und Verstand schließen sich im Allgemeinen aus. Ich glaube etwas, wenn ich es nicht beweisen kann. Glauben ist wesentlich stärker subjektiv als der "durchrationalisierte" Verstand. Wer also in Glaubenssachen den verstand befragt, wer also seinen Glauben kritisch hinterfragt, wird in aller Regel Antworten erhalten, die diesen Glauben erschüttern können. Da zu W.Buschs Zeiten Muslime, Hindus oder andere Religionen hier nicht so sehr verbreitet waren und die damals hier lebenden Juden sich mehr oder weniger aus allem heraushielten, ist davon auszugehen, dass Busch sich mit "glaubensfragen" auf den christlichen Glauben bezog. Und gewisse christliche Glaubensdinge wie die jungfräuliche Geburt sind mit Mitteln des Verstandes nicht zu erklären bzw eindeutig zu widerlegen, der verstand gibt somit eine unchristliche Antwort. QED.
@meyerhuber: Check mal Mail. Ich habe dir auf "vorname.nachname@gmail.com" geschrieben. Nichts angekommen?
@ hphersel
Deine Antworten sind eigentlich immer 1a, deswegen bin ich von dieser etwas enttäuscht. Menschlichen Verstand und menschliches Wissen hat es schon immer gegeben. Schon die alten Griechen glaubten die Welt verstanden zu haben. ohne zu wissen, was wir heute wissen, und niemand hier weiß, was wir noch alles nicht wissen, ohne es jemals herauszubekommen. Da ist es ziemlich anmaßend, den Verstand über den Glauben zu stellen. Was ist Verstand überhaupt? Sollte ich den vermeintlichen Verstand eines primitiven Verbrechers höher werten als den Glauben eines christlichen Wissenschaftlers?
Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass sich Glaube und Verstand nicht ausschließen. Diese Behauptung ist schlicht unhaltbar.
Hmm, für mich ist (war) W.Busch ein sehr gesellschaftskritischer Mensch. Er hat in unnachahmlicher Weise die Spießigkeit des Volkes auf´s Korn genommen. Ausgehend von der verlogenen Moral seiner Zeit (ca. 1900) ist die Aussage verständlich. Entweder lebe ich brav, dumm und freudlos nach den herrschenden Moralvorstellungen, oder ich setze meinen Verstand und meine Bedürfnisse ein...ab dann wird es eben "unchristlich".