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Noch Fragen?

Wir sind gerade neben einen Friedhof gezogen und jetzt hab ich was von Leichengift im Grundwasser gehört! Gibt es sowas wirklich?

Frage Nummer 40472
Antworten (10)
1.) Nein
2.) Dein Trinkwasser kommt woanders her
3.) viel schlimmer ist das Gestöhne nachts ab 12:00 - es sei denn, Ihr habt in Eurer Gemeindeverordnung ein Nachtflugverbot für Geister verankert.
Ja
Das wird oft überbewertet. ich wohne auch neben einem Friedhof (im weitesten Sinne). Mein Brunnen ist 9 m tief. Alles, was ich mit diesem Wasser im Garten versorge, wächst besonders gut. Ich dachte anfangs schon, das läge an dem Kernkraftwerk in der Nähe!
Leider mancherorts ja, vor allem in Süddeutschland. Ein andauernd hoher Grundwasserstand über fast wasserundurchlässigen Schichten verhindert den normalen Verwesungsprozeß in feuchter Erde durch Sauerstoffabschluss. Hat aber, wie schon geschrieben, nur bedingt nachteiligen Einfluss auf die Wasserversorgung.--
Hier oben im Norden hört man das Stöhnen manchmal auch tagsüber aus der Nachbarwohnung...
Ich erinnere mich da an einen früheren Werbespruch: "Alpirsbacher Klosterbräu- das Bier mit dem berühmten Brauwasser".
Die Quelle, die den Wasserbedarf der Brauerei deckt, fließt unter einem Friedhof (einem sehr alten) her, sagte man damals.
Ja ja - der gute alte "Ahnenbrühe-Fall" ....
Da wollte dir offenbar wirklich jemand einen Schrecken einjagen. Von Leichen geht kein spezielles Gift aus, eine solche Substanz gibt es nicht. Ich hab hier einen interessanten Link zu einem Bestatterblog, der das ganze recht gut erklärt. Bestatter müssen es ja wissen. :)

http://bit.ly/gWjsei
Die Gefahr ist real! Leichengifte (Ptomaine) schädigen Grundwasser:
"Sicher kann man das Grundwasser nach einem Friedhof nicht direkt tinken. Es wird neben den schädlichen Wasserhygienenischen Inhalststoffen noch zusätzlich Ammonium, Nitrit, Nitrat,.. (Endabbauprodukte der Leichen) enthalten. Natürlich hängt das auch noch von der Strömungsgeschwidnigkeit des Grundwassers und anderen Faktoren des betroffenen Grundwaserkörpers ab. Wie es sich mit der Schwermetallbelatung (z.B. Hg aus Zahnplomben) verhält,ist mir nicht bekannt. "
Damit bezeichnet man im allgemeinen die Zersetzung von Eiweißen und Schwefelverbindungen im Körper nach dem Tode, wobei die Bezeichnung "Gift" nicht angebracht ist. Das gibt es einfach nicht. Es ist ein Ammenmärchen. Früher, so habe ich gehört, hatten Mineralwasserfabriken, die neben einem Friedhof lagen, das beste Wasser.
Wenn du direkt an einem Friedhof wohnst, dann solltest du dich wirklich erkundigen, wie es um das Grundwasser steht. Die Leichengifte entstehen durch den Verwesungsprozess und es entstehen sehr giftige Gase dabei. Ob es sich aber wirklich auf dein Brunnenwasser auswirken könnte, bleibt zu klären.