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Noch Fragen?

Wofür brauche ich den gesetzlich vorgeschriebenen Sozialversicherungsausweis?

Frage Nummer 88011
Antworten (11)
Zum Nachweis, dass du einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nachgehst. Im Büro wirst du den nicht brauchen, aber auf der Baustelle solltest du ihn bei einer Razzia vorweisen können.
@ dorfdepp: das stimmt nicht. Auf der Baustelle will niemand mehr den SVA sehen. Seit 2009 sind Arbeitnehmer auf dem Bau und in diversen anderen Branchen verpflichtet, den Personalausweis, Reisepass oder ähnliches mitzuführen (§2 a Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz), und zwar egal, ob Deutscher, EU- oder Drittausländer.
@ Timo: Deinen SVA kannst Du wegheften (da persönliche Daten drinstehen, solltest Du ihn nicht wegwerfen!). Wenn Dein Arbeitgeber ihn sehen will, zeig ihn vor, ansonsten ordentlich wegheften und vergessen.
Es stimmt zwar, was in dem Link steht, aber der SVA diente doch dazu, eine ordentliche Anstellung nachweisen. Aus dem Perso oder Pass ist das nicht ersichtlich.
Im SVA steht aber auch nicht, ob Dein Chef Dich zur Sozialversicherung angemeldet hat und brav Beiträge und Lohnsteuer abführt. Darin wird ja nichts eingetragen oder gestrichen, wenn Du einen neuen Job antrittst, sondern der SVA bestätigt nur, dass zu Deinem Namen eine bestimmte SV-Nummer gehört. Insgesamt hat sich gezeigt, dass der SVA in der Praxis nicht die Vorteile gebracht hat, die man sich erhofft hatte.

Der Zoll stellt mittels Perso/Pass oder dergleichen fest, wer dort arbeitet, und er stellt fest, für welchen Arbeitgeber die Person tätig ist. Dann wird im Büro geprüft, ob die Person angemeldet ist, ob sie Arbeitslosengeld I oder II bezieht und ggf. die Tätigkeit beim Leistungsträger angezeigt hat usw..
Nein, das steht da nicht. Aber wenn man nicht gemeldet ist, bekommt man keinen SVA. Hat man einen, sieht das besser aus.
Gerade in den schwarzarbeitsgefährdeten Branchen, die in meinem Link genannt sind, herrscht eine hohe Fluktuation. Kaum eine Putzfrau bleibt länger als ein, zwei Jahre bei einem Unternehmen. Dann hat sie von der ersten Beschäftigung bei Firma A einen SVA, wird entlassen und arbeitet mit dem SVA in der Tasche schwarz bei Firma B. Und wenn sie daneben Hartz IV kassiert, behauptet sie, sie habe ihren SVA verloren. Dann bekommt sie einen zweiten, falls das Jobcenter den sehen will. Bringt alles nichts.
@ Paul0815
Ok, Schwarzarbeit ist nicht mein Metier, da kennst du dich offenbar besser aus (grins).
Also ich brauche und brauchte keinen.
Der Sozialversicherungsausweis spielt als amtliches Dokument eine bedeutende Rolle im Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Verhältnis und wird von einem Rentenversicherungsträger ausgegeben. Bei Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses ist der Ausweis vom Arbeitnehmer dem Arbeitgeber vorzulegen, wobei die Pflicht der Mitführung seit 2099 nicht mehr besteht. Aus dem Ausweis werden die Rentenversicherungsnummer und der Vor- sowie Zuname des Inhabers ersichtlich. Die Rentenversicherungsnummer zeigt die Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Rentenversicherung an.
So so, Noel-Hase. 2099 also. Wie dämlich.
In der Bundesrepublik Deutschland zeigt der Sozialversicherungsausweis an, dass der Inhaber bei der gesetzlichen Sozialversicherung versichert ist. Die Sozialversicherung ist gesetzlich verpflichtend und wirkt in verschiedenen Bereichen. Die staatlich vorgeschriebenen Leistungen sollen jeden Bürger mit einem Mindestmaß an sozialem Schutz ausstatten, welcher durch das System der Sozialversicherung ermöglicht wird. Die Gestaltung des Ausweises wird von einem Bundesministerium genehmigt.