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Noch Fragen?

Woher kommt eigentlich die Redensart „Ich leide wie ein Hund“?

Frage Nummer 45523
Antworten (5)
Aus dem Tierheim. Sonst könnte es nur Goethe sein.
Vom Stoiber Ede
Es mehrere mögliche Erklärungen für die Redensart "wie ein Hund leiden". In früherer Zeit waren die meisten Menschen nicht gerade respektvoll im Umgang mit Hunden. Hunde waren oft die "Prügelknaben". Wenn Hunde leiden, dann tun sie dies sehr bildlich, mit unterwürfigen Gesten, traurigen Augen und lautem Winseln. Außerdem gab es früher noch keine Tierärzte wie heute, für einen "leidenden Hund" konnte man praktisch nichts tun.
Wer schonmal einen Hund beobachtet hat, dem es schlecht geht, ahnt die Antwort. Ein Hund leidet ohne ein Empfinden für Hoffnung und drückt das auch sehr vernehmbar aus. Das wird geheult und gewinselt, dass es einem als Menschen beinahe das Herz bricht. Eben mit allem was so ein Lebewesen namens Hund so aufbieten kann.
Die Redewendung "Ich leide wir ein Hund" trifft auf die heutige Zeit nicht mehr zu. Sie stammt noch aus der Zeit, wo die Hunde als Gebrauchstiere gehalten wurden, die Jagd- oder Wachhunde. Waren diese zu alt um die Aufgaben zu erfüllen, wurden sie erschlagen oder anderweitig entsorgt. Die Tiere wurden nicht optimal versorgt und haben Hunger und Not gelitten. Der Hund musste seine Daseinsberechtigung verdienen.Heutzutage kommen z.B. Polizeihunde oder Jagdhunde in den "Ruhestand", d.h. in der Regel sorgt der Hundeführer für einen angenehmen Lebensabend des Hundes.