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Noch Fragen?

Woran erkenne ich wirklich, ob ein Produkt "fair trade" ist?

Frage Nummer 82881
Antworten (18)
Am überhöhten Preis.
Am verlässlichsten sollen die Siegel "Fairtrade Deutschland" und "GEPA" sein.
http://www.fairtrade-deutschland.de/
http://www.gepa.de/home.html
Das ist ganz einfach, Hase. Da sich mit den Bio-Produkten kein Geld mehr machen lässt, seit die Diskounter auch Bio anbieten - zu normalen Preisen - musste etwas neues her. Und das erkennt man, wie schon gesagt wurde, an den überzogenen Preisen. Und dass die Erzeuger wirklich mehr bekommen, der Beweis muss erst noch erbracht werden. Sicher ist, dass weniger Zwischenhändler mehr verdienen.
Abgesehen von der Zombiefrage.. bh, ich habe schon fair trade Betriebe besichtigt. Die bekommen nicht nur einen Lohn von dem sie (bescheiden zwar) leben können. Es sind auch soziale Einrichtungen wie Schulen und med. Versorgung vorhanden und die Arbeiter müssen nicht wie woanders wie Leibeigene mitsamt ihren Kindern mitten in pestizidverseuchten Plantagen wohnen. Baumwolle wird nicht von Kindern gepflückt, die gehen zur Schule. Es ist verantwortungsvoll fair trade Produkte zu kaufen. Dass es mal wo auch ein schwarzes Schaf geben wird, will ich nicht ausschliessen. Aber deswegen diesen guten Anfang für eine gerechtere Welt so abzutun, find ich jetzt nicht gut.
Hab ich noch vergessen.. Bitte Bioprodukte nicht mit fair trade verwechseln.
Liebe elfigy, du darfst mir zutrauen, dass ich diese Begriffe nicht verwechsele.
zur Zeit wohnt vorübergehend ein guter Kumpel bei mir, normalerweise lebt er seit Jahren im Thailand, Kambodscha und Vietnam.Er kennt dort einige Bauern, welches alles tun um in das Fair Trade hineinzukommen, damit sie eine Minimalchance zum Überleben haben.
Darauf musst nicht stolz sein primusintermachines. Hauptsache dir geht es gut gell.

bh. das glaub ich dir ja. Du hattest weiter oben aber fair trade als ähnliche Geschäftemacherei wie bio bezeichnet und das ist definitiv nicht der Fall. Ich hätte es vielleicht anders ausdrücken sollen.
zur Orientierung: hier der Welthandelspreis für Kaffee.Will damit sagen, dass wir auf Kosten Anderer billig leben. Das ist ein Unding, das sollte nicht sein. Ein Teil der vorangegangenen Antworten lässt mich an der humanitären Einstellung der Menschheit zweifeln
Lieber musca: da bin ich aber froh, daß ich seit Jahrzehnten keinen Kaffee mehr trinke.
Lieber Amos, ich bin auch froh, seit meiner Geburt keiner ernsthaften Krankheit ausgesetzt gewesen zu sein. Was mich trotzdem nicht daran hindert, am derzeitigen, wenn auch hochstandartsitiertem, Gesundheitssystem Kritik zu üben
Auf der Seite, die Musca gepostet hat gibt es noch was tolles unter der Überschrift "Heisse Wette auf den Kaffeepreis"
­Anleger können mit einem endlos laufenden Short-Zertifikat (ISIN: DE 000 A0V 9XU 0) des Anbieters ETF Securities auf sinkende Kaffeepreise spekulieren.
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Diese Sauerein kommen auch noch dazu. Zu den betrügerischen Kaffeeaufkäufern, die die Kaffeebauern erpressen, weil es zu große Mengen auf dem Markt gibt.
Die Kaffeebauern in Südamerika, also nicht die Großplantagenbesitzer, können um zu überleben, teilweise nur noch auf Schlafmohnanbau ausweichen. Die Drogenkartelle zahlen besser.
Letztendlich fördert man mit dem Kauf von billigem Kaffee so den Drogenhandel. Alles was wir tun hat irgendwo auf der Welt Auswirkungen. Gier frißt vor allem dort Hirn, wo kein Herz vorhanden ist.
danke Elfi. Was mich erschreckt ist die Intoleranz und fehlendes Nachhaken bei wirklich prekärenThemen.Bereits Hoimar von Ditfurth oder Horst Stern sendeten in den 70er alamierende Berichte, es scheint niemanden zu interessieren
Worauf gründet Deine Behauptung, daß Fair-Trade-Artikel von hoher Qualität sind?
Hallo Amos,
ich selbst leite einen Fairtrade Shop und kann daher einiges über die Qualität der Produkte sagen. Meine Aussage bezieht sich allerdings nicht wahllos auf jedes erdenklich Fairtrade-Produkt, sondern auf die Artikel der von mir genannten Importeure, welche die größten in Deutschland sind.
Das mit dem Preis ist Quatsch. Es gibt Kaffee in verschiedenen Preisklassen, und alle werden gekauft. Der Kunde kauft, was ihm gefällt, und mir schmeckt ein xxx-Kaffee nun mal besser als ein Fair-Trade Kaffee, von denen ich schon einige probiert habe, die mir aber nicht geschmeckt haben.
Das ist wirklich gar nicht so einfach. Gütesiegel unterliegen häufig keinen festen Vorschriften und es gibt kaum geschützte Begriffe. "Öko" darf jeder Produzent immer und überall raufschreiben.
auf das grün-blau-schwarze zeichen (faitrade deutschlande) kann man sich verlassen...