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Noch Fragen?

Zollfreigrenzen

Ich möchte ein Paket mit Geschenken aus einem Nicht-EU Land nach D schicken. Bis zu welchem Warenwert muss der Empfänger weder Zoll, noch Steuern abführen. Ich habe natürlich recherchiert, jedoch beziehen sich die meisten Treffer auf selbst mitgebrachte Artikel aus dem Urlaub. 430 € bei Flugreisen, 300€ bei Bahnreisen. Gehe ich richtig in der Annahme, dass der Warenwert von 430€ auch auf Paketsendungen zutrifft? Die Seite zoll.de ist nicht gerade benutzerfreundlich.
Frage Nummer 92772
Antworten (21)
Warte noch etwa 2 Stunden, dann rufe ich mal eben an. Keine große Aktion.
Mojn Oberhummer, soweit ich "ermitteln" konnte, bis 22€ incl. Versandkosten keine Abgaben, darüber bis max.150€ incl. Versandkosten fällt Einfuhrumsatzsteuer an. (7% o. 19%, nach Warenart.) Weiteres siehe Link. Werde nachher dort anrufen, genau nachfragen und mich nochmals melden.
Viel Erfolg, Primusinterpares
Deine Vorbehalte gegen zoll.de teile ich uneingeschränkt.
Aber hier ist es etwas einfacher beschrieben. Es gilt eine Freigrenze von 45€. Nach meinem Verständnis gilt die allerdings für jedes Teil einzeln, dass sinnvoll auch alleine hätte verschickt werden können, der Gesamtpaketwert darf darüber liegen.
Bei Überschreitung der Freigrenze sind pauschal 17,5% des Wertes fällig, wiederum nach meinem Verständnis auf den Gesamtbetrag, die 45 Euronen wären dann kein Freibetrag, sondern eine Freigrenze.
Primus, Du hast die gewerbliche Seite für "geringe Werte" erwischt, "Privatsendungen" sind einen höher auf der linken Seite. Und wenn man erst einmal weiß, was da sinngemäß drinsteht, dann versteht man auch das Amtsdeutsch von zoll.de.
Ich bin mir jetzt ziemlich sicher, dass mein Verständnis aus der ersten Antwort zutrifft.
Nun heul´ doch nicht gleich wieder. Ich schrieb doch, dass ich dort anrufe!
Nur bis 22,00 Euro; mitgeschickt werden müssen Rechnungsbelege und Zollinhaltserklärung des Absenders.
So Meyerhuber, nach Rücksprache mit dem Zoll ist ings Angabe richtig, Sendungen unbedingt als Geschenksendungen deklarieren.
MfG primusinterpares
@ing, ich weiß nicht, was bei zoll.de kompliziert sein soll; da steht doch eindeutig in der Menueleiste "Sendungen mit geringem Wert". Dort wird nicht nach gewerbl. und privatem Versand unterschieden, vielmehr ist der Einleitungssatz folgender: "Unabhängig von der Person des Versenders und des Empfängers sind alle Sendungen von Waren, deren Gesamtwert nicht höher ist als 22 Euro, einfuhrabgabenfrei (Artikel 23 und 24 Zollbefreiungsverordnung)."
Eine Geschenksendung ist bis 45 Euro steuer- und abgabenfrei. Darüber bis 150 Euro fallen lediglich die Mehrwertsteuer an. Überschreitet der Wert der Sendung 150 Euro, kommen noch der Einfuhrzoll dazu, der aber unterschiedlich ist, abhängig vom Inhalt. Die Liste geht von 0% bis unendlich. Jede Ware hat einen unterschiedlichen Zollsatz, so daß ich da keine bessere Auskunft erfragen konnte, weil ich ja nicht weiß, worum es sich handelt. Beispielsweise werden Smartphones bis zu einem Wert von 700 Euro pauschaliert mit einem Steuersatz von 17,5% belegt. Pauschaliert heißt, MWSt und Einfuhrsteuer zusammen komplett.
In jedem Falle muss der Sendung eine Zollerklärung beigefügt werden, aus der der Wert des Inhaltes (glaubhaft) hervorgeht.
Auch bh hält sich für wissender als der Zoll selber.
Erstmal vielen Dank für die tatkräftige Unterstützung. Es ist erfrischend zu lesen, dass man teilweise noch ernst genommen wird. Als Geschenk deklarieren ist klar, Zollinhaltserklärung ausfüllen ist auch klar. Einzelbelege hinzufügen ist nicht erforderlich, das weiß ich aus früheren Sendungen. Mir ging es um den Höchstbetrag einer Sendung, mit mehreren Geschenken, das ich vermutlich an die 430€ rankomme und natürlich nicht möchte, dass der Empfänger Einfuhrzoll und USt. zahlen muss.
Ich möchte mir natürlich ersparen, 10 Pakete mit einem Wert unter 45€ zu schicken, sondern gerne nur ein Paket. Ich verstehe das alles nicht so ganz, wenn ich von meinem Thiland Urlaub (Beispiel), zurückfliege, darf ich Waren im Wert von 430€ abgabenfrei einführen. Warum sollte dies bei Paketsendungen anders sein? Ich denke mal, der Fiskus hält bei Internet- Versandhändlern die Hand auf. Von Privat, an Privat, als Geschenk, sollte doch anders behandelt werden, als ein Kauf einer Ware.
Bester, ich halte mich nicht für wissender als der Zoll. Was ich geschrieben habe, ist das Ergebnis eines Telefonates heute um 08:27 mit dem Service Desk Zoll für Anfragen von Privatpersonen, verifiziert mit einem zweiten Anruf unter der selben Nummer, aber mit einem anderen Mitarbeiter. Die Nummer ist 0351 44834-590. Da kannst du gerne das erfahren, was ich geschrieben habe. Meine Bearbeitungsnummer ist 2204Apr0182. Darunter kannst du gerne meine Fragestellung erfragen. Du kannst aber auch ein mp3 haben des (genehmigt) aufgezeichneten Gesprächs.
@bh, Du kannst ja mal auf die von mir zitierte Seite gehen.
@ Bester. Du verwechselst Geschenksendungen mit Interneteinkäufen. Auf letzteres beziehen sich deine Angaben.
@ Meyerhuber. Es gibt noch einen Trick. Es kommt dabei natürlich darauf an, was für Ware du verschicken möchtest, es ist nicht bei allem möglich. Man kann die Ware auspacken und ein wenig einstauben. Dann als Gebrauchtwaren als Geschenk deklarieren, da sinkt der Warenwert gleich deutlich.
Die Zollvorschriften sind hauptsächlich dafür da, dass nicht Händler zollfrei einkaufen können. Man möchte mit den Regelungen verhindern, dass sich Händler als Geschenk deklarierte Warensendungen schicken lassen. Ohne Verpackung und mit kleinen Gebrauchsspuren, kann das ausgeschlossen werden. Dein Paket wird mit 99% Sicherheit in Frankfurt beim Zoll aufgemacht und kontrolliert. Gebrauchtwaren gehen da in der Regel durch, solange es keine Waren mit Einfuhrverbot sind.
elfi, in dem Paket werden keine"verbotenen" Gegenstände sein. Sie werden auch alle ausgepackt sein, ich verschicke ja keine Umverpackung von China nach Deutschland. Ich habe in der Vergangenheit schon Pakete mit einem Gesamtwarenwert von ca. 150€ nach D geschickt, alles auch korrekt angegeben, wurde auch vom Zoll geöffnet und jedesmal beanstandungslos an den Empfänger geliefert, ohne irgendwelche Forderungen im Sinne von Zoll und Ust. Es werden auch keine Elektronikartikel drin sein, einfach nur "normale" Sachen.
Der Link von ing geht hier leider nicht auf. Es muss doch eine Höchstgrenze für private Geschenksendungen geben, ebenso wie es eine Höchstgrenze für private Mitbringsel gibt.
Bester, das könnte ich natürlich machen. Aber warum? Ich selbst habe heute früh zwei Gespräche mit Zollbeamten geführt, die unabhängig voneinander das gleiche ausgesagt haben. Ich habe es nicht nötig, einfach nur etwas, was nicht gesichert ist, hinauszuposaunen. Und meyerhuber weiß, was er von meinen Beiträgen zu halten hat. Es ist also nicht nötig, mich anzufeinden, ich wäre wieder mal schlauer als der Zoll. Wenn ich mehr wissen würde, könne ich auch herausfinden, ob sich die Werte addieren, oder jeder einzelne Artikel für sich betrachtet eine Grenze hat. Aber das werde ich sicher nicht hier machen, sondern bei Bedarf mit meyerhuber auf dem kleinen Dienstweg.
@bh_roth, dann weise Deinen Telefonbeamten mal nach - sollten doch Gebühren anfallen, daß Du mit denen ein Tel-Gespräch geführt hast. Da hat Bester recht, er kann sich auf die Auskunft unter zoll.de berufen.
Musst du richtig lesen! Ich habe eine Bearbeitungsnummer, damit ist Inhalt des Telefonats, meine Fragen und die darauf ergangenen Antworten, sowie meine Daten und die meines Gesprächspartners festgehalten.
@bh_roth, und Du bist Dir sicher, daß dort Deine Frage korrekt vermerkt wurde? Grins ...