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Noch Fragen?

Zweckendfremden der USV

Hat jemand Erfahrungen mit dem Zweckentfremden einer USV?
Ich habe einen wasserführenden Kamin. Wenn dieser brennt, ist es wichtig, dass entweder die Umwälzpumpe der Heizung oder die Kamin-eigene Pumpe läuft. Nun habe ich häufig Stromausfälle, die bis zu 15 Minuten dauern. Ich möchte nun eine der beiden Pumpen an die USV anschließen. Meiner Meinung nach kann es der USV doch egal sein, was für eine Last angeschlossen ist, oder irre ich da?
Frage Nummer 35546
Antworten (10)
Grundsätzlich sehe ich das auch so, wenn zwei Voraussetzungen gegeben sind:
1) die Pumpe darf nicht mehr Strom ziehen, als die USV abgeben kann (eigentlich trivial)
2) der Anlaufstrom der Pumpe (der ein mehrfaches des nominellen Bedarfs sein kann) muss von der USV verkraftet werden. Da müssten die jeweiligen Datenblätter verglichen werden.
Wie der inschenjeur richtig bemerkt hat, ist der Anlaufstrom eines Elektromotors nicht zu unterschätzen.
@ing793: Bei meinem Stromgenerator gibt es 2 Werte der Belastbarkeit: 5,5 kw für ohmsche Last und etwa nur ein Drittel (1,9 kw) für induktive Last. Ist diese 1/3-Regel auch hier anwendbar?
Ein rein ohmsche Last hast du nur bei Glühlampen. Da ein Elektromotor im wesentlichen aus Spulen/Wicklungen besteht ist die induktive Maximallast anzunehmen. Etwas anders sieht das beim Gleichstrommotor aus, trotzdem eilt auch hier die Spannung dem Strom vorraus. Um den Anlaufstrom zu umgehen, würde ich die Pumpe immer über die USV betreiben.
Teil1...
Hier mal aus Sicht eines Elektrotechnikers...
Prinzipiell kein Problem.

Die USV musst Du sowieso größer auslegen, da die meisten USVs bei Volllast keine 15 min. durchhalten. Außerdem ist es besser für die Akkus und Dich wenn diese mit weniger Strom entladen werden. Nicht nur für die Lebensdauer - auch die entnehmbare Kapazität eines Akkus steigt bei kleinerem Entladestrom. D.h. je kleiner der Entladestrom umso mehr Ah. Außerdem muss der Akku auch geladen werden. Wenn die Zeitspanne zwischen zwei Stromausfällen dann zu kurz ist, ist der Akku halt leer. Deshalb min. immer um das doppelte überdimensionieren.
Teil2...
Bei Deiner Wasserpumpe handelt es sich sehr wahrscheinlich um einen Kondensator- oder Spaltmotor. Dessen Anlaufleistung ist nicht so hoch, wie bei einem Ansynchronmotor. Außerdem ist die Anlaufleistung bei Lüftern und Pumpen eh fast null. (Außer bei großen Lüftern o. Pumpen wo die Massenträgheit noch hinzu kommt)
Siehe:


Wichtig ist noch der min. Cos Phi mit der die USV arbeiten kann. Dies ist das Verhältniss von Wirk- zu Scheinleistung. Bei einer üblichen Heizungspumpe sehe ich dort allerdings auch keine Probleme. Cos Phi um die 0,9. Sollte auf dem Typenschild stehen.

Solltest Du eine sehr moderne Heizungspumpe mit Frequenzumrichter haben sehe ich da noch weniger Probleme. Eine (insb. aktive) USV und ein Frequenzumrichter arbeiten beide nach dem gleichen Prinzip. (Gleichrichter -> Zwischenkreis -> Umrichter) Daher sind die Überlastkurven auch sehr ähnlich.
Nachtrag:
Eine aktive USV würde ich für Deinen Fall nicht empfehlen. Nur wichtig bei hochverfügbaren Serversystemen.
Eine aktive USV macht immer den Umweg Gleichrichter -> Zwischenkreis -> Umrichter. Der Wirkungsgrad liegt bei ca. 75 - 90%.

Bei einer passiven USV ist der Eingang mit dem Ausgang direkt über ein Relais verbunden. (Außer bei Netzausfall natürlich) Wirkungsgrad ist bei Normalbetrieb fast 100%. Außerdem ist eine passive USV wesentlich billiger. Die Umschaltzeit liegt bei Netzausfall üblicherweise um die 20 Millisekunden, das Kriegt die Pumpe gar nicht mit.
Nein ist ihr nicht egal. Ja du irrst dich. Tomtitom was erzählst du denn da fürn Unsinn? Darf man fragen was du rauchst, tät ich auch mal gern probieren.
Hallo hpherseI,

wem ist was nicht egal? Was war war Unsinn? Lerne gerne dazu... Und warum gleich beleidigend?
@@Tommitom: Es handelt sich um eine passive USV. Und die Umwälzpumpe ist eine kleine Pumpe mit Kondensatormotor. Und da die Pumpe schon läuft, gibt es auch keinen Anlaufstrom. Jedenfalls danke für deine Einschätzung.